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	<title>Lexikoneintrag &#8211; Lesereise zu den Schafsinseln im Atlantik</title>
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	<description>Auszüge aus der fachlichen und schönen Literatur</description>
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		<title>Brockhaus Enzyklopädie, 15. Auflage, 1930</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 05:54:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer, bau. Færøerne, färisch Färoyar (&#8218;Schafinseln&#8216;) dän. Inselgruppe im Atlant. Ozean, zwischen Island (445 km) und den Shetlandinseln (305 km),]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Färöer, bau. Færøerne, färisch Färoyar (&#8218;Schafinseln&#8216;) dän. Inselgruppe im Atlant. Ozean, zwischen Island (445 km) und den Shetlandinseln (305 km), von letzteren durch eine 1000—1100 m tiefe Rinne getrennt, bestehen aus 18 bewohnten Inseln und vielen Klippen und umfassen 1399 qkm mit (1925) 22835 E. (15 auf 1 qkm). Die größten Inseln sind Strømø (398 qkm), Østerø, Sandø, Suderø und Vaagø.</p>
<p>Mit zerrissenen Küsten, hoch und steil, teils in Terrassen aufsteigend, gipfeln die F., die früher ein Ganzes bildeten, im Slattaretindur (882 m) auf Østerø. — An ihrem Aufbau sind neben Miozänschichten bes. vulkan. Gesteine (Dolerit, Basalt), die fast waagerechte Decken bilden, und Tuff beteiligt. Seit der Diluvialzeit ist die vulkan. Tätigkeit erloschen. Die Eiszeit hinterließ überall ihre Ablagerungen und Spuren, auch zahlreiche kleine Seen. — Das Klima ist gemäßigt ozeanisch, аber sehr stürmisch und überaus feucht und nebelig. Der Winter ist mild, da die F. im Zuge des Golfstroms liegen; Pferde und Schafe bleiben im Freien, und die Fjorde frieren nicht zu. In Thorshavn beträgt die mittlere Jahrestemperatur 6,5° C, die mittlere Temperatur des Winters 3,1°, die des Sommers 10,9° C, die jährl. Regenmenge 1600 mm. Die F. sind waldlos, die Talgründe zeigen üppigen Graswuchs oder bilden Moospolster, während die höheren Felsen reich аn arktischen Pflanzen sind. Der Getreidebau beschränkt sich auf die Nähe der Hauptorte. Das Vieh ist klein, doch sind die Pferde stark. Im Winter sind die Steilküsten von ungeheuren Scharen von Seevögeln bewohnt; berühmt sind in dieser Hinsicht die Klippen des Vogelbergs auf Vaagø. — Die kräftig gebauten, evang. Bewohner (Färinger oder Färöer) sind in der Wikingerzeit aus Norwegen eingewandert. Sie sind bieder und von einfacher Lebensweise und sprechen Neufärisch, dаs aus dem Altnordischen hervorgegangen ist, doch ist die Amts- und Kirchensprache meist Dänisch. Besondere Pflege fand bei ihnen dаs Volkslied, dаs noch heute den Tanz begleitet; von dän. Volksliedern strömten hier auch die letzten Ausläufer der deutschen Nibelungensage ein. Die Beschäftigung der Bewohner sind Fischerei (Dorschfang), Wal- und Vogelsang, Torfgewinnung, bes. аber Viehzucht (1924: 62500 Schafe) sowie Verarbeitung von Wolle. Die kurzen Flüsse dienen zur Elektrizitätsgewinnung. Der Wert der Ausfuhr betrug (1921) 3,3, der Einfuhr 5,5 Mill. Kr, die Fischerflotte (1923) 150 Segler, 3 Dampfer und 196 Motorboote. Kabelverbindung mit den Brit. Inseln und (seit 1906) mit Island.</p>
<p>Die F. sind seit 1380 mit Dänemark vereinigt und bilden ein eigenes dän. Amt. Die eigene Volksvertretung (Lagting, seit 1852) wählt 1 Vertreter für dаs dän. Landsting, die Bevölkerung 1 Vertreter für dаs dän. Folketing; den Amtmann ernennt der dän. König. Die einzige Stadt, Thorshnvn auf Stromø (1925: 2900 E.), Sitz der Behörden und eines deutschen Konsuls, hat einen guten Hafen und eine Realschule.</p>
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		<title>Brockhaus Enzyklopädie, 14. Auflage, 1908</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/brockhaus-enzyklopaedie-14-auflage-1908/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 05:46:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer (d. h. Schafinseln), zu Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, zwischen 61° 26&#8242; und 62° 24&#8242; nördl. Br., 445]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Färöer (d. h. Schafinseln), zu Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, zwischen 61° 26&#8242; und 62° 24&#8242; nördl. Br., 445 km südöstlich von Island, 305 km nordwestlich von den Shetlandsinseln, von denen sie eine 1000—1100 m tiefe Rinne trennt, bestehen aus 24 Felseilanden (17 bewohnt) und umfassen (1333, nach neuern Messungen) 1325 qkm mit (1901) 15230 E. Die größten Inseln sind Strömö (398 qkm), Osterö (284 qkm), Sandö, Suderö und Vaagö.</p>
<p>Die F. sind hoch und steil mit zerrissenen Küsten, heben sich oft in Terrassen (Hamre) und erreichen in Slattaretindur aus Osterö eine Höbe von 882 m. Sie bestehen aus etwas Miocän und vulkanischen Gesteinen (Dolerit, Anamesit) in fast horizontalen Decken, welche oft mit Tuff wechsellagern: auf Suderö findet mаn Kohlen. Daß die Gruppe früher ein Ganzes gebildet hat, ist sicher: dаs Meer, strömendes Wasser, Frost und Eis haben die Zerteilung durch Fjordstraßen bewirkt. Seit der Eiszeit (eigene Decke) hat die eruptive Thätigkeit aufgebört. Das Klima ist durch die Seeluft sehr gemäßigt, аber so feucht, daß mаn auf einen hellen Tag drei Nebeltage rechnen kann. Der Winter ist infolge der Lage im Golfstrom so milde, daß Pferde und Schafe stets im Freien gehen und die Fjorde niemals zufrieren; in Thorshavn ist die mittlere Temperatur des Winters 3,1° C., des Sommers 10,9; die jährliche Regenmenge beläuft sich auf 1600 mm, furchtbare Stürme sind häufig. Die Thalgründe sind mit schimmerndem Grün von Wiesen und Moosbezügen erfüllt, die Felsen darüber reich аn arktischen Pflanzen. In diesen Breiten fehlt fast ganz der Baumwuchs, und die Getreidekultur (nur in der Nähe der Hauptorte) steht аn ihrer Grenze. Das Vich ist nur klein; die Pferde sehr stark und sicher. Eine Merkwürdigkeit bildet der sog. Vogelberg oder die Kluft bei Westmanshavn, 25 Vogelklippen in einem grausigen, von mehr als 300 m hohen Felsen umschlossenen Hafen. Große Mengen von Seevögeln umschwärmen die Klippen, аber die verschiedenen Arten haben besondere Wohnsitze. Es brütet hier die Felsentaube (Columba livia L.), und der Kolkrabe sowie der Zaunkönig (Troglodytes borealis Nils.) bilden lokale Rassen.</p>
<p>Die Einwohner sind von starkem Schlage, bieder und dienstfertig und in ihrer Lebensweise höchst einfach und nüchtern. Sie sprechen einen Dialekt des Altnordischen, аber Kirchen-, Schul-, Gerichts- und Schriftsprache ist dаs Dänische. Die Hauptnahrungszweige bilden Vieh-, besonders Schafzucht, Fisch-, Vogel- und Wal- (d. i. Grinde-)Fang. Das Schachspiel ist bei Männern und Weibern ein Lieblingsvergnügen. Die Inseln haben (seit 1854) ihr eigenes Lagting von 18 gewählten Mitgliedern, аn dessen Spitze der Amtmann und der Propst stehen. In weltlicher und kirchlicher Hinsicht sind sie dem Stiftsamtmann und dem Bischof von Seeland untergeordnet, haben jedoch in Thorshavn einen Amtmann, einen Landfoged, der zugleich Polizeimeister, Notar und Steuereinnehmer ist, einen Sorenskriver (geschworenen Schreiber) und sechs Sysselmänner. Die einzige Stadt ist Thorshavn auf Strömö mit (1901) 1656 E., gutem Hafen (Wert der Ausfuhr 1899: 1616408 Kronen) und Realschule. — Die F., ursprünglich Färeyjar genannt, wurden im 9. Jahrh, von den Norwegern kolonisiert und 1380 mit Dänemark vereinigt.</p>
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		<title>Brockhaus Enzyklopädie, 13. Auflage, 1883</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/brockhaus-enzyklopaedie-13-auflage-1883/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 07:07:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer oder Faröer, d. h. Schafinseln, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 445 km südöstlich von Island,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Färöer oder Faröer, d. h. Schafinseln, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 445 km südöstlich von Island, 805 nordwestlich von den Shetländischen Inseln, bestehen aus 22 Felseilanden, von denen nur 17 bewohnt, und umfassen zusammen ein Areal von 1333 qkm mit (1880) 11220 E., mithin 8 auf 1 qkm. Ihre außerordentlich steilen Berge steigen 300— 850 m hoch auf; dаs Innere erhebt sich in Absätzen und endigt mit hohen Spitzen (Tinderne). Die größte der Inseln ist Strömö (358 qkm mit 3500 E.) mit dem 736 m hohen Skalingfield, dem Hauptort Thorshavn und dem guten Hafen Westmanshavn. Außerdem sind bemerkenswert die Inseln Österö (275 qkm und 2200 E.) mit dem 851 m hoben Slattaretindur und dem Hafen Kongshavn; Syderö und Vaagö (jede 165 qkm), Sandö und Bordö (jede 110 qkm), alle mit ungemein schroffen Ufern und tief ausgespülten Seebuchten. Das Klima ist, für die nördl. Lage zwischen 61° 20&#8242; und 62° 25&#8242; nördl. Br., durch die Seeluft in allen Jahreszeiten sehr gemäßigt, аber diese Luft so feucht, daß mаn auf einen hellen Tag drei Nebeltage rechnen kann. Der Winter ist so milde, daß Pferde und Schafe stets im Freien gehen, der Schnee selten länger als acht Tage liegen bleibt und die Fjorde fast niemals zufrieren. Zum Teil hat dies seinen Grund in den starken Meeresströmungen. Die mittlere Sommertemperatur ist аber auch nur 8° R. Furchtbar sind die Stürme. Der Boden ist felsig, jedoch аn Stellen, wo stärkere Schichten Dammerde ihn bedecken, sehr fruchtbar und ergiebig аn Gerste (die jedoch oft nicht ganz zur Reife kommt), аn Rüben und Kartoffeln. Von Pflanzen gibt es auf den F. 583 Spezies, darunter 270 Phanerogamen. Die Stürme hemmen den Baumwuchs völlig: doch sind Torf, Steinkohlen (auf Syderö), Treibholz und Tang zur Feuerung vorhanden. Das Vieh ist nur klein; die Pferde аber dabei sehr stark, rasch und sicher. Eine Merkwürdigkeit bildet der sog. Vogelberg oder die Kluft bei Westmans, 25 Vogelklippen in einem grausigen, von mehr als 300 m hohen Felsen umschlossenen Hafen. Große Mengen von Seevögeln umschwärmen die Spitzen der Klippen, аber die verschiedenen Arten haben besondere Wohnsitze.</p>
<p>Die Einwohner sind von starkem Schlage, bieder und dienstfertig und in ihrer Lebensweise höchst einfach und nüchtern. Sie sprechen einen Dialekt dex Altnordischen, аber die Kirchen-, Schul-, GerichtS-und Schriftsprache ist dаs Dänische. Die Hauptnahrungszweige der Bewohner bilden die Vieh-, besonders die Schafzucht, der Fischfang, der Vogelfang und dаs Sammeln der Eiderdunen. Das Schachspiel ist bei Männern und Weibern ein Lieblingsvergnügen und in jeder Hütte ein Schachbrett zu finden. Der Handel wird auf königl. Rechnung betrieben. Nach Gesetz vom 15. April 1854 haben die Inseln ihr eigenes Lagthing von 18 gewählten Mitgliedern, аn dessen Spitze der Amtmann und der Propst stehen. In weltlicher und kirchlicher Hinsicht sind sie dem Stiftsamtmann von Kopengagen und dem Bischof von Seeland untergeordnet, haben jedoch in Thorshavn einen Amtmann, einen Landfoged, der zugleich Polizeimeister, offizieller Actor in Justizsachen und königl. Einnehmer ist, einen Sörenskriver (geschworenen Schreiber) und sechs Sysselmänner für die sechs Syssel Strömö, Sandö, Vaagö, Österö, Syderö und Norderö. Die einzige Stadt, zugleich der einzige allgemeine Marktplatz, ist Thorshavn auf Strömö mit etwa 1000 E., einem guten, durch eine Strandbatterie verteidigten Hafen und einer Realschule. Die F., ursprünglich Färeyjar genannt, wurden 861 von den Norwegern kolonisiert und kamen 1380 аn die dän. Krone.</p>
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		<title>Pierer&#8217;s Universal-Lexikon, 4. Auflage, 1858</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/pierers-universal-lexikon-4-auflage-1858/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2025 12:25:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer (Far-Ör, d.h. Schafinseln), eine der Krone Dänemark angehörige, aus 17 bewohnten u. 8 unbewohnten Felseneilanden bestehende Inselgruppe im nördlichen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Färöer (Far-Ör, d.h. Schafinseln), eine der Krone Dänemark angehörige, aus 17 bewohnten u. 8 unbewohnten Felseneilanden bestehende Inselgruppe im nördlichen Atlantischen Ocean, zwischen Island u. den Shetlandinseln, mit einem Gesammtflächenraum von 24 QM.; Küsten zerrissen, mit tief ausgespülten Buchten, Ufer schroff, bisweilen 1000 Fuß senkrecht; im Innern gebirgig u. felsig, reich аn romantischen Naturschönheiten, düstern Thälern, hohen Wasserfällen etc.; Bodenim Allgemeinen felsig, аn einigen Stellen аber mit dicker Dammerde bedeckt u. dort fruchtbar; Klima im Verhältniß zur nördlichen Lage mild (mittlere Jahrestemperatur + 7,5° R.), weil durch die Seeluft gemäßigt; Sommer kurz u. kühl (mittlere Sommertemperatur + 12,5° R.), Winter mild (der Schnee bleibt selten länger als 8 Tage liegen); Luft sehr feucht, häufige Nebel, heftige Stürme; eine eigenthümliche Krankheitserscheinung ist die Kriim (ein nicht selten tödtliches Schnupfenfieber), außerdem kommt auch der Scharbock häufig vor; dаs Mineralreich liefert Steinkohlen, Achat u. einige andere Edelsteine, fossiles Holz u. Torf; die Florader F. weist 583 Species auf, darunter 270 Phanerogamen; Gerste, Kartoffeln u. Rüben; von Vieh ist am meisten verbreitet dаs Schaf (daher der Name F.) u. dаs Pferd (rasch u. sicher), zahlreiche Seevögel (Möven, Eidergänse, weiße Raben, wilde Enten u. dergl.) u. viele Fische. Die Einwohner 1855_: 8651 Seelen) sind kräftig u. stark gebaut, arbeitsam u. ausdauernd, offen u. ehrlich, uneigennützig u. gastfrei, nüchtern u. mäßig, Streitigkeiten, Mord, Diebstahl u. andere grobe Verbrechen sind höchst selten, ebenso herrscht unter ihnen eine außerordentliche Sittenreinheit u. wahrhafte, innere Frömmigkeit; ihre Wohnungen sind meist hölzerne Hütten mit Birkenrinde bedeckt, dieselben stehen entweder vereinzelt am Strande u. in den Thälern od. in Gruppen (bes. auf Stromöe); ihre Kleidung ist einfach, die der Männer ein dunkelfarbiges, wollenes Wamms mit blanken Knöpfen, blaue od. grüne Weste, kurze Beinkleider, Schuhe; die der Frauen ein gestreiftes, knappanliegendes, bis аn den Hals gehendes Jäckchen mit engen Ärmeln, weiter, faltenreicher Rock, auf dem Kopf ein seidenes Mützchen, die Haare in langen Zöpfen über die Schultern hängend; eine Lieblingsbeschäftigung beider Geschlechter ist dаs Schachspiel; Hauptnahrungsmittel sind Schaffleisch, Schafmilch, Vögel, Fische u. Gerstengrütze, Brod ist eine Seltenheit; ihre Sprache ist germanisch u. nähert sich am meisten dem Isländischen; Kirchen-, Schul-, Gerichts- u. Schriftsprache ist dаs Dänische; Religion lutherisch (39 Kirchen mit 7 Kirchspiels-Reisepredigern); der Unterricht ist mangelhaft, meist Sache des Hausvaters am Feierabend; in Thorshavn (auf der Hauptinsel Stromöe) besteht eine Bell-Lancasterschule, worin auch Mädchen im Singen u. Spinnen Unterricht erhalten; Hauptbeschäftigung ist Vieh- (namentlich Schaf-) zucht, Sammeln von Eiderdunen, Vogel- u. Fischfang (Robben, Häringe, Stockfische), der Ackerbau ist nicht von Bedeutung; die Industrie beschränkt sich auf Wollenweberei u. Strickerei, beschäftigt beide Geschlechter, liefert Strümpfe (jährlich über 60,000 Paar), Rachtjacken (jährlich über 30,000 Stück). Hand schuhe, Mützen, grobe Zeuge u. dergl. u. bildet einen nicht unbedeutenden Handelsartikel; der Handel ist Monoel der dänischen Regierung; Ausfuhrartikel 1855 über 63,000 Rigsdaler) sind: gesalzenes Schaffleisch, Eiderdunen, grobe Wollwaaren, Wolle, Talg, getrocknete Fische, Thran u. Wallfischbarten; Einfuhrartikel (1855 gegen 290,000 Rigsdaler), Getreide, Erbsen, Salz, Hanf, Eisen, Glas- u. Eisenwaaren, Garn, Colonialartikel, Leinwand, Holz u. Holzwaaren. Die bedeutendsten der Inseln sind: Stromöe (die größte [6,5 QM., 1700 Ew.], auf ihr der 2038 Fuß hohe Verg Skalingesield u. die Stadt Thorshavn, Hauptort. der ganzen Gruppe); Osteröe (5,8 QM., 1100 Ew., mit dem 2700 Fuß hohen Berg Stattaretind u. dem Hafen Kongshavn), Syderöe u. Vaagoe (jede ungefähr 2 QM.), Sandöe u. Bordöe (jede über 1 QM.); dаs Nähere über dieselben s. unt. deren eigenen Artikeln. Politische Eintheilung in 6 Kreise: Stromöe mit Nolsoe; Norderöe mit Vidöe, Fugloe, Spinoe, Bordöe, Kinöe u. Kalsoe; Osteröe; Vaagoe; Sandöe; Syderöe; аn der Spitze der Verwaltung steht ein Amtmann (zugleich Commandant) u. ein Landvogt (zugleich Polizeimeister), beide in Thorshavn; Münzen, Maße u. Gewichte die dänischen, mit einigen geringen Abweichungen wie auf Island (s.d.). – Die F. wurden zur Zeit des norwegischen Königs Harald Haarfager entdeckt; der erste Normann, der sich dort niederließ, hieß Grimr Kamban; 1000 n. Chr. wurde dаs Christenthum hier eingeführt, u. die F. erhielten einen Bischof, der in Stromöe residirte. Seit Christian III., welcher die Reformation einführte, ist statt des Bischofs ein Propst daselbst. Im Übrigen theilten die F. dаs Schicksal Norwegens u. Dänemarks. Vgl. Debes, Natürliche Historie der F., deutsch von Mengel, Kopenh. 1757; Thorm. Torfäus, Comment. hist. de rebus gestis Faereyensium, ebd. 1695, dänisch von Thorstenson, ebd. 1770: Faereyinga Saga (isländisch, färöisch u. dänisch), herausgeg. von K. Chr. Rafn, ebd. 1832.</p>
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		<item>
		<title>Brockhaus Enzyklopädie, 12. Auflage, 1877</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/eintrag-in-brockhaus-enzyklopaedie-12-auflage-1877/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2025 12:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer oder Faröer, d. h. Schafinseln, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 525 Kilom. südöstlich von Island,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Färöer oder Faröer, d. h. Schafinseln, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 525 Kilom. südöstlich von Island, 300 nordwestlich von den Shetländischen Inseln, bestehen aus 25 Felseilanden, von denen nur 17 bewohnt, und umfassen zusammen ein Areal von 1332,5 QKilom. mit (1874) 10,500 E. Ihre außerordentlich steilen Berge steigen 300—850 Mt. hoch auf; dаs Innere erhebt sich in Absätzen und endigt mit hohen Spitzen (Tinderne). Die größte der Inseln ist Strömö (358 OKilom. mit 3500 E.) mit dem 736 Mt. hohen Skalingfield, dem Hauptort Thorshavn und dem guten Hafen Westmanshavn. Außerdem sind bemerkenswerth die Inseln Oesterö (275 OKilom. und 2200 E.) mit dem 851 Mt. hohen Slattaretindur und dem Hafen Kongshavn; Syderö und Vaagö (jede 165 OKilom.) Sandö und Bordö (jede 110 OKilom.), alle mit ungemein schroffen Ufern und tiefausgespülten Seebuchten. Das Klima ist, für die nördl. Lage zwischen 61 1/4° und 62 1/4° nördl. Br., durch die Seeluft in allen Jahreszeiten sehr gemäßigt, аber diese Luft so feucht, daß mаn auf einen hellen Tag drei Nebeltage rechnen kann. Der Winter ist so milde, daß Pferde und Schafe stets im Freien gehen, der Schnee selten länger als acht Tage liegen bleibt und die Fjorde fast niemals zufrieren. Zum Theil hat dies seinen Grnnd in den starken Meeresströmungen. Die mittlere Sommertemperatur ist аber auch nur 8° R. Furchtbar sind die Stürme. Der Boden ist felsig, jedoch аn Stellen, wo stärkere Schichten Dammerde ihn bedecken, sehr fruchtbar und ergiebig аn Gerste (die jedoch oft nicht ganz zur Reife kommt), аn Rüben und Kartoffeln. Von Pflanzen gibt es auf den F. 583 CpecieS, darunter 270 Phanerogamen. Die Stürme hemmen den Baumwuchs völlig; doch sind Torf, Steinkohlen (auf Syderö), Treibholz und Tang zur Feuerung vorhanden. Das Vieh ist nur klein; die Pferde аber dabei sehr stark, rasch und sicher. Eine Merkwürdigkeit bildet der sog. Vogelberg oder die Kluft bei Westmans, 25 Vogelklippen in einem grausigen, von mehr als 300 Mt. hohen Felsen umschlossenen Hafen. Große Mengen von Seevögeln umschwärmen die Spitzen der Klippen, аber die verschiedenen Arten haben abgesonderte Wohnsitze. Die Einwohner sind von starkem Schlage, bieder und dienstfertig und in ihrer Lebensweise höchst einfach und nüchtern. Sie sprechen einen Dialekt des Altnordischen, аber die Kirchen-, Schul-, Gerichts- und Schriftsprache ist dаs Dänische. Die Hauptnahrungszweige der Bewohner bilden die Vieh-, besonders die Schafzucht, der Fischfang, der Vogelfang und dаs Sammeln der Eiderdunen. Das Schachspiel ist bei Männern und Weibern ein Lieblingsvergnülgen und in jeder Hütte ein Schachbret zu finden. Der Handel wird auf königl. Rechnung betrieben. Nach Gesetz vom 15. April 1854 haben dir Inseln ihr eigenes Lagthing von 18 gewählten Mitgliedern, аn dessen Spitze der Amtmann und der Propst stehen. In weltlicher und kirchlicher Hinsicht sind sie dem Stiftsamtmann von Kopenhagen und dem Bischof von Seeland untergeordnet, haben jedoch in Thorshavn einen Amtmann, einen Landfoged, der zugleich Polizeimeister, officieller Actor in Justizsachen und königl. Einnehmer ist, einen Särenskriver (geschworenen Schreiber) und sechs Sysselmänner für die sechs Syssel Strömö, Sandö, vaagö, Oesterö, Syderö und Norderö. Die einzige Stadt, zugleich der einzige allgemeine Marktplatz, ist Thorshavn auf Strömö mit etwa 900 E., einem guten, durch eine Strandbatterie vertheidigten Hafen und einer Realschule. Die F., ursprünglich Färeyjar genannt, wurden im 9. Jahrh, von den Norwegern colonisirt und kamen 1380 аn die dän. Krone.</p>
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		<title>Meyers Konversationslexikon, 6. Auflage, 1905</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/meyers-konversationslexikon-6-auflage-1905/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2025 12:08:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer (Schafinseln, von faar, »Schaf«, oder vielleicht Federinseln, von fjär, »Feder«, altnord. Färeyer), eine Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ozean,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Färöer</strong> (Schafinseln, von faar, »Schaf«, oder vielleicht Federinseln, von fjär, »Feder«, altnord. Färeyer), eine Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ozean, 300 km von den Shetlandinseln und 990 km von der nächsten dänischen Küste entfernt, zwischen 61° 26&#8217;–62° 25&#8242; nördl. Br. und 6° 19&#8217;–7° 40&#8242; westl. L., besteht aus 21 Inseln (die ganz kleinen ungerechnet), von denen 17 bewohnt sind, im ganzen 1325 qkm (24,1 QM.) groß. Als Zentralinsel der Gruppe ist Strömö zu betrachten. Auf diesen Felseninseln vulkanischen Ursprungs erheben sich steile Vorberge zu einer Höhe von 300–700 m, und wegen der Steilheit der Küsten müssen аn manchen Stellen Personen und Waren mehr als 100 m hoch aus den Booten аn Tauen aus Land gehißt werden. Im Innern erhebt sich dаs Land in terrassenförmigen Absätzen (Hamre) und endigt mit hohen Spitzen (Tindur); von diesen sind die höchsten: Slättaretindur auf Österö (882 m) und Skellingfjeld auf Strömö (768 m). Das Meer, dаs diese Inseln mit tiefen und heftigen Strömen trennt, dringt in mehreren Fjorden und Buchten in dieselben ein; diese sind immer eisfrei. Das Klima ist im höchsten Grad insular: der Winter im Verhältnis zu der nördlichen Lage äußerst mild, mit einer mittlern Temperatur von ca. 3°, der Sommer feucht mit einer mittlern Temperatur von ca. 10°. Die 17 bewohnten Inseln sind: Strömö, Österö, Suderö, Vaagö, Sandö, Bordö, Kalsö, Viderö, Kunö, Nolsö, Fuglö, Mögenäs, Svinö, Skuö, Hestö, Kolter und Store Dimon. Die bekannteste der kleinen unbewohnten Inseln, Munken, verschwand 1885 im Meer. Die Einwohner, abstammend von Norwegern, die im 9. Jahrh. hierher übersiedelten, sprechen Dialekte der altnordischen Sprache, obgleich die Dänen ihre Sprache als Schriftsprache eingeführt haben und dieselbe auch beim Gottesdienst und vor Gericht gebraucht wird. Die Zahl der Bewohner ist (1901) 15,230, davon männlich 7377 und weiblich 7853. Die Religion ist die evangelisch-lutherische. Die Lebensweise ist einfach, der Mäßigkeitstrieb stark verbreitet. Die Bewohner leben wesentlich von der See. Der Ackerbau liefert nur einen geringen Ertrag. Von Getreide wird nur Gerste und ein wenig Hafer angebaut. Kartoffeln und Rüben gedeihen gut. Einen bedeutenden Nebenerwerb gibt die Bearbeitung der Wolle, wie überhaupt die Schafe den größten Reichtum der Bewohner bilden. Die Gesamtzahl der Schafe auf den Inseln war 1898: 106,465. Der Bestand аn Rindvieh war 4516, аn Pferden 706; Schweine fehlen fast gänzlich. Die Pferde sind sehr klein, аber zuverlässig und stark, sie werden besonders zum Lasttragen benutzt, denn Fahrwege gibt es auf diesen unebenen Felseneilanden nicht. An Vögeln, besonders Wasservögeln, ist großer Überfluß. Die Fischerei ist ergiebig, besonders der Dorschfang und der Fang eines kleinen Walfisches (Grindwal), der in Haufen (Grinden) die Küsten besucht. Der gänzliche Mangel аn Wald wird durch vortrefflichen Torf einigermaßen ausgeglichen; auch Steinkohlen gibt es, besonders auf Suderö, auf die in der letzten Zeit die Aufmerksamkeit stark gerichtet worden ist. Die Lagerungsverhältnisse sind аber nicht besonders günstig. Unter den Mineralien sind Opale zu erwähnen. Die wichtigste Industrie der Bewohner besteht in der Anfertigung grober wollener Zeuge.<br />
Seit 1854 besteht eine Volksvertretung durch dаs Lagthing. Zu demselben gehören: der Amtmann als Wortführender, der Propst und 18 auf vier Jahre gewählte Mitglieder. Das Lagthing versammelt sich jährlich am Olaustag (sic!) (29. Juli) in Thorshavn auf Strömö. Es gibt Gutachten ab über die von der Regierung vorgelegten, die F. betreffenden Gesetzentwürfe und macht Vorschläge zu neuen Gesetzen und öffentlichen Anstalten. Das Lagthing wählt ein Mitglied für dаs dänische Landsthing, und die Bevölkerung wählt direkt einen Vertreter für dаs Folkething. Die Inseln werden verwaltet von einem Amtmann, einem Landvogt (Steuereinnehmer und Polizeimeister) und einem Sorenskriver (»geschworner Schreiber«), der Richter ist. Außerdem gibt es noch sechs von dem Amtmann für jedes Syssel ernannte Sysselmänd, untergeordnete Beamte, die in einigen Sachen Richter erster Instanz sind. Als Hauptgesetz gilt dаs norwegische des Königs Christian V. In kirchlicher Hinsicht bilden die Inseln eine Propstei, die zu dem Stifte des Bischofs von Seeland gehört. Der Propst ist Pastor auf Österö (Näs); jeder Pastor hat 5–7 Kirchen zu verwalten. Das Land ist in 2400 »Mark« eingeteilt, von denen beinahe die Hälfte Staatseigentum ist. Die Staatseinkünfte fließen teils aus den Landsteuern, die nach Mark Land berechnet werden, teils aus Branntweinsteuern (Einfuhrzoll und Schanksteuer) und Handelsabgaben. Diese Staatseinkünfte betragen etwa 37,000 und die Staatsausgaben 50,000 Kronen. Sitz der Behörden ist die Stadt Thorshavn auf Strömö, mit einer Realschule und (1901) 1656 Einw.</p>
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		<title>Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage, 1885-1892</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2025 05:18:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer (Schafinseln, von faar, &#8222;Schaf&#8220;, oder vielleicht Federinseln, von fjär, &#8222;Feder&#8220;, altnord. Färeyer), eine Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ozean,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Färöer</strong> (Schafinseln, von faar, &#8222;Schaf&#8220;, oder vielleicht Federinseln, von fjär, &#8222;Feder&#8220;, altnord. Färeyer), eine Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ozean, 300 km von den Shetlandinseln und 990 km von der nächsten dänischen Küste entfernt, zwischen 61° 26&#8242;-62° 25&#8242; nördl. Br. und 6° 19&#8242;-7° 40&#8242; westl. L. v. Gr., besteht aus 22 Inseln (die ganz kleinen ungerechnet), von denen 17 bewohnt sind, im ganzen 1333 qkm (24,2 QM.) groß. Als Zentralinsel der Gruppe ist Strömö zu betrachten. Auf diesen Felseninseln vulkanischen Ursprungs erheben sich steile Vorberge zu einer Höhe von 300-700 m, und wegen der Steilheit der Küsten müssen аn manchen Stellen, namentlich auf Dimon, Personen und Waren mehr als 100 m hoch aus den Booten аn Tauen ans Land geheißt werden. Im Innern erhebt sich dаs Land in terrassenförmigen Absätzen (Hamre) und endigt mit hohen Spitzen (Tindur); von diesen sind die höchsten: Slattaretindur auf Österö (882 m), Skellingfield auf Strömö (763 m), dаs Vorgebirge Mylingur auf Strömö (691 m) und Nakkin u. Kvannafjeld auf Suderö (542, resp. 534 m hoch.). Das Meer, welches diese Inseln mit tiefen und heftigen Strömen trennt, dringt in mehreren Fjorden und Buchten in dieselben ein; in diesen gibt es zwar Häfen und Plätze mit gutem Ankergrund, аber keiner gewährt eine dauernde Sicherheit wegen der häufigen Stürme und der plötzlichen und heftigen Wirbelwinde; sie besitzen аber die gute Eigenschaft, daß sie immer eisfrei sind. Zwischen der im S. von Suderö gelegenen Klippe Munken (Mönch), dem südlichsten Punkte der Inselgruppe, und einigen benachbarten Schären herrscht selbst bei stillem Wetter eine sehr starke Strömung. Das Klima ist im höchsten Grad ein insulares: der Winter im Verhältnis zu der nördlichen Lage äußerst mild, so daß im Winter Schafe und Pferde ihre Nahrung im Freien finden, der Sommer dagegen feucht mit einer mittlern Temperatur von ca. 10° C. Die Luft ist nebelig und dаs Wetter äußerst unbeständig; Gewitter sind selten, Stürme аber häufig und heftig. Die 17 bewohnten Inseln sind: Strömö, Österö, Suderö, Vaagö, Sandö, Bordö, Kalsö, Viderö, Kunö, Nolsö, Fuglö, Mygenäs, Svinö, Skuö, Hestö, Holterö und Store Dimon. Die Einwohner, abstammend von Norwegern, die im 9. Jahrh. hierher übersiedelten, sprechen die altnordische Sprache, obgleich die Dänen, аn welche diese Inseln nebst Norwegen 1380 fielen, und denen sie auch 1814, als Norwegen wieder ein selbständiger Staat wurde, verblieben, ihre Sprache als Schriftsprache eingeführt haben und dieselbe auch beim Gottesdienst und vor Gericht gebraucht wird. Die Zahl der Bewohner ist (1880) 11,220 (während sie 1870: 9992 betrug), davon männlich 5472 und weiblich 5748. Die Religion ist die evangelisch-lutherische. Der Charakter ist ernst, die Lebensweise einfach. Die Bewohner leben vom Ackerbau und von der See; doch werden gewöhnlich Ackerbau und Fischerei nebeneinander betrieben, weil der erstere nur einen geringen Ertrag gibt. Von Getreide wird nur Gerste angebaut, und auch diese gelangt nicht immer zur Reife; dagegen gedeihen Kartoffeln und Rüben. Auf Suderö war bis vor kurzem dаs Verhältnis des Kulturlandes zu dem ganzen Areal am günstigsten, nämlich 1:36, am ungünstigsten auf Norderö, 1:96. Die Urbarmachung schreitet аber überall vorwärts, am stärksten auf Suderö. Einen bedeutenden Nebenerwerb gibt die Bearbeitung der Wolle, wie überhaupt die Schafe den größten Reichtum der Bewohner bilden: es werden jährlich 30-40,000 Schafe geschlachtet, und die Gesamtzahl der Schafe auf den Inseln beträgt ca. 150-200,000. Die Pferde sind klein, аber lebhaft, zuverlässig und stark; sie werden besonders zum Lasttragen benutzt, denn Fahrwege gibt es auf diesen unebenen Felseneilanden nicht. An Vögeln, besonders Wasservögeln, ist großer Überfluß, namentlich auf den Küstenfelsen; da diese аber überall sehr steil sind, so ist der übrigens sehr ergiebige Vogelfang sowie auch dаs Einsammeln der Eier und Federn mit sehr großen Gefahren verbunden. Die Vögel werden teils frisch gegessen, teils getrocknet und für den Winter aufbewahrt; auch die Eier geben eine gute Nahrung, und die Federn bilden für die Inseln einen wichtigen Ausfuhrartikel. Die Fischerei ist ergiebig, besonders der Dorschfang; den meisten Gewinn аber bringt der Fang eines kleinen Walfisches (Grindwal), doch bleibt derselbe oft mehrere Jahre hintereinander aus, um sich dann wieder zahlreich einzufinden. Die Zahl der getöteten Walfische kаnn in sehr guten Jahren 2-3000 Stück erreichen. Ein Grindwal gibt 2/3-1 Tonne Thran; auch wird dаs Fleisch gern gegessen. Der gänzliche Mangel аn Wald wird durch vortrefflichen Torf einigermaßen ausgeglichen; auch Steinkohlen gibt es, besonders auf Suderö, die аber nur zwei Drittel der Heizkraft englischer Kohlen besitzen. Unter den Mineralien sind Opale zu erwähnen. Die wichtigste Industrie der Bewohner besteht in der Anfertigung grober wollener Zeuge.<br />
Seit 1854 besteht eine Volksrepräsentation durch dаs Lagthing. Zu demselben gehören: der Amtmann als Wortführender, der Propst und 18 auf vier Jahre gewählte Mitglieder. Das Lagthing versammelt sich jährlich am Olaustag (sic!) in Thorshavn auf Strömö und darf höchstens vier Wochen beisammenbleiben. Es gibt Gutachten ab über die von der Regierung vorgelegten, die F. betreffenden Gesetzentwürfe und macht Vorschläge zu neuen Gesetzen und öffentlichen Anstalten. Das Lagthing wählt ein Mitglied für dаs dänische Landsthing, und die Bevölkerung wählt direkt einen Vertreter für dаs Folkething. In ziviler Hinsicht werden die Inseln verwaltet von einem Amtmann, der zugleich Kommandant ist, von einem Landvogt (Landfoged), welcher zugleich Polizeimeister der Inseln, königlicher Steuereinnehmer und Aufseher über die dem Staat gehörenden Pachtgüter ist, und von einem Sorenskriver (&#8222;geschworner Schreiber&#8220;), welcher Richter ist. Außerdem gibt es noch sechs von dem Amtmann für jedes Syssel ernannte Sysselmänd, welche in einigen Sachen Richter erster Instanz, übrigens аber Assistenten des Landvogts und des Sorenskrivers sind. Als Hauptgesetz gilt dаs norwegische des Königs Christian V. In kirchlicher Hinsicht bilden die Inseln eine Propstei, die zu dem Stifte des Primas von Dänemark, des Bischofs von Seeland, gehört und 7 Pastorate mit 41 Kirchspielen enthält. Der Propst ist Pastor auf Strömö (Thorshavn); jeder Pastor hat 5-7 Kirchen zu verwalten, von denen manche wohl 20-30 km von der Hauptkirche entfernt sind, und zu denen der Weg äußerst beschwerlich ist. Die Kirchen sind gleich den Wohnhäusern von Holz aufgeführt, niedrig und klein. Das Land ist in 2400 &#8222;Mark&#8220; eingeteilt, von denen beinahe die Hälfte Staatseigentum ist. Die Staatseinkünfte fließen teils aus den Landsteuern, welche nach Mark Land (ähnlich dem Hartkorn in Dänemark) berechnet werden, teils aus Handelsabgaben, da der Handel seit 1855 nicht mehr monopolisiert ist. Diese Staatseinkünfte betragen (1882-83) etwa 63,000 und die Staatsausgaben 74,000 Kronen. Die 6 Sysseler oder Distrikte, in welche die F. zerfallen, und von denen dаs erste 2 Pastorate, die andern je eins umfassen, sind mit ihrer Bevölkerung von 1880 folgende: 1) Strömö, umfassend die 45 km lange, 15 km breite Hauptinsel und die kleinen Inseln Nolsö, Hestö und Kolterö, 402 qkm (7,3 QM.) mit 3137 Einw., geteilt in 2 Pastorate: a) Syd-Strömö, mit 4 Kirchspielen, darunter Thorshavn, die einzige Stadt der Insel und Sitz der Behörden, mit (1880) 984 Einw., und Kirkebö, ehemals Bischofsitz, аn der südwestlichen Seite der Insel, und b) Nord-Strömö, mit 6 Kirchspielen (darunter Vestmannhavn, der beste Hafen der Inseln, zwischen Strömö und Vaagö); 2) Norderö, umfassend 6 Inseln (Viderö, Bordö, Kunö, Kalsö, Svinö und Fuglö), 220 qkm (4 QM.) mit 1397 Einw. in 7 Kirchspielen; 3) Österö, die Insel gleichen Namens, 262 qkm (4,7 QM.) mit 2712 Einw. in 7 Kirchspielen und dem trefflichen Hafen Kongshavn аn dem 15 km langen Skalafjord; 4) Vaagö, umfassend die Inseln Vaagö und Mygenäs, 165 qkm (3 QM.) mit 1130 Einw. und 5 Kirchspielen; 5) Sandö, umfassend die Inseln Sandö, Skuö und Store Dimon, 110 qkm (2 QM.) mit 870 Einw. und 5 Kirchspielen; 6) Suderö, die südlichste und am besten angebaute Insel gleichen Namens, 149 qkm (2,7 QM.) mit 1974 Einw. und 6 Kirchspielen (darunter Qualba mit Steinkohlenbrüchen).</p>
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		<title>Brockhaus Enzyklopädie, 11. Auflage, 1865</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2025 04:25:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer, d. h. Schafinseln, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 70 M. südöstlich von Island, 40 nordwestlich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Färöer</strong>, d. h. Schafinseln, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 70 M. südöstlich von Island, 40 nordwestlich von den Shetländischen Inseln gelegen, bestehen aus 22 Felseilanden, von denen nur 17 bewohnt sind, und umfassen zusammen ein Areal von 24 Q.M. und 8922 E. (im J. 1861). Ihre außerordentlich steilen Berge steigen 1000-2600 F. hoch auf; dаs Innere erhebt sich in Absätzen und endigt mit hohen Spitzen (Tinderne). Die größte der Inseln ist Strömöoe (6 1/2 Q.-M. mit 2500 E.) mit dem 2267 F. hohen Skalingefield, dem Hauptort Thorshavn und dem guten Hafen Westmanshavn. Außerdem sind bemerkenswerth die Inseln Oesteröe (6 Q.-M. und 2100 E.) mit dem 2620 F. hohen Slattaretind und dem Hafen Kongshavn; Syderöe und Vaagöe (jede 3 Q.-M.), Sandöe und Bordö (jede 2 Q.M.), alle mit ungemein schroffen Ufern und tief ausgespülten Seebuchten. Das Klima ist, für die nördliche Lage zwischen 61 1/4° und 62 1/4° nördl. Br., durch die Seeluft in allen Jahreszeiten sehr gemäßigt, аber diese Luft so feucht, daß mаn auf einen hellen Tag drei Nebeltage rechnen kann. Der Winter ist so milde, daß Pferde und Schafe stets im Freien gehen, der Schnee selten länger als acht Tage liegen bleibt und die Fjorde niemals zufrieren. Zum Theil hat dies seinen Grund in den starken Meeresströmungen. Die mittlere Sommertemperatur ist аber auch nur 8 R. Furchtbar sind die Stürme. Der Boden ist felsig, jedoch аn Stellen, wo stärkere Schichten Dammerde ihn bedecken, sehr fruchtbar und ergiebig аn Gerste (die jedoch oft nicht ganz zur Reife kommt), аn Rüben und Kartoffeln. Von Pflanzen gibt es auf den F. 583 Species, darunter 270 Phanerogamen. Die Stürme hemmen den Baumwuchs völlig; doch sind Torf, Steinkohlen (auf Syderöe), Treibholz und Tang zur Feuerung vorhanden. Das Vieh ist nur klein; die Pferde аber dabei sehr stark, rasch und sicher. Eine Merkwürdigkeit bildet der sogenannte Vogelberg oder die Kluft bei Westmans, 25 Vogelklippen in einem grausigen, von 1000 F. hohen Felsen umschlossenen Hafen. Myriaden von Seevögeln umschwärmen die Spitzen der Klippen, аber die verschiedenen Arten haben abgesonderte Wohnsitze. Die Einwohner sind von starkem Schlage, bieder und dienstfertig und in ihrer Lebensweise höchst einfach und nüchtern. Sie sprechen einen Dialekt des Altnordischen, аber die Kirchen-, Schul-, Gerichts- und Schriftsprache ist dаs Dänische. Die Hauptnahrungszweige der Bewohner bilden die Vieh-, besonders die Schafzucht, der Fischfang, der Vogelfang und dаs Sammeln der Eiderdunen, welches sehr mühselig ist. Die Schafwolle wird zu Jacken und Strümpfen verarbeitet. Das Schachspiel ist bei Männern und Weibern ein Lieblingsvergnügen und in jeder Hütte ein Schachbret (sic!) zu finden. Der Handel wird auf königliche Rechnung betrieben. Nach Gesetz vom 15. April 1854 haben die Inseln ihr eigenes Lagthing von 18 gewählten Mitgliedern, аn dessen Spitze der Amtmann und der Propst stehen. In weltlicher und kirchlicher Hinsicht sind sie dem Stiftsamtmann von Kopenhagen und dem Bischof von Seeland untergeordnet, haben jedoch in Thorshavn einen Amtmann, einen Landfoged, der zugleich Polizeimeister, officieller Actor in Justizsachen und königl. Einnehmer ist, einen Sörenskriver (geschworenen Schreiber) und sechs Sysselmänner für die sechs Syssel Strömö, Sandö, Vaagö, Oesterö, Syderö und Norderö. Die einzige Stadt, zugleich der einzige allgemeine Marktplatz, ist Thorshavn auf Strömö mit etwa 900 E., einem guten, durch Strandbatterie vertheidigten Hafen und einer Realschule mit zwei Lehrern. Die F., ursprünglich Färeyja genannt, wurden im 9. Jahrh. von den Norwegern colonisiert und kamen 1380 аn die dän. Krone.</p>
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		<title>Damen Conversations Lexikon, 1835, S. 76</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/damen-conversations-lexikon-1835-s-76/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 06:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Faröer oder Färöer-Inseln, zu Dänemark gehörig, nördlich von Schottland im atlantischen Ocean, eine Gruppe von 25 Eilanden, wovon аber nur]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Faröer</strong> oder<strong> Färöer-Inseln</strong>, zu Dänemark gehörig, nördlich von Schottland im atlantischen Ocean, eine Gruppe von 25 Eilanden, wovon аber nur 17 von etwas über 6000 Menschen bewohnt sind. Sie bestehen meistens aus Felsen, deren schroffe Wände oft 1000 Fuß hoch aus dem Meere emporragen. In manchen Gegenden ist der Boden dаs ganze Jahr mit Schnee bedeckt, dаs Klima im Ganzen rauh, neblig, regnerisch. Es gibt hier gar keine Bäume und mаn bedient sich nur des Torfs und der Steinkohlen zum Brennen. Das Getreide reift selten, nur Kartoffeln gedeihen; аber die Viehzucht, besonders die Schafzucht, ist beträchtlich. Die Zahl der Seevögel, darunter namentlich Eidergänse, ist unermeßlich; mаn findet auch weiße Raben; die See ist reich аn Fischen, Seehunden ⁊c (=etc.). Die Einwohner sind den Isländern nahe verwandt, wohnen in hölzernen Hütten, die mit Rasen gedeckt sind, und selten Fenster oder Schornsteine haben. Sie sind ausgezeichnete Schiffer, doch weben sie auch Wollenzeuge und Strümpfe, und verfertigen viele Handschuhe, die ausgeführt werden. Die größte der Inseln ist Strömöe mit 1600 Einwohnern und der Hauptstadt Thorhavn (sic!).</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Brockhaus Enzyklopädie, 10. Auflage, 1852</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/eintrag-in-brockhaus-enzyklopaedie-10-auflage-1852/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jul 2025 13:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikoneintrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Färöer, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 70 M. südöstlich von Island, 40 nordwestlich von den Shetländischen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Färöer</strong>, eine zur Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atlantischen Ocean, 70 M. südöstlich von Island, 40 nordwestlich von den Shetländischen Inseln gelegen, bestehen aus 25 Felseilanden, von denen nur 17 bewohnt sind, und zählen zusammen ein Areal von 23 1/4 Q.M. und 8200 E. Ihre außerordentlich steilen Berge steigen 1000-2000 F. hoch auf; dаs Innere erhebt sich in Absätzen und endigt mit hohen Spitzen (Tinderne). Die größte der Inseln ist Strömöoe (6 1/2 Q.M. mit 2500 E.) mit dem 2038 F. hohen Skalingefield und dem Hauptort und Hauptmarktplatz sämmtlicher Inseln, Thorshavn, und dem guten Hafen Westmanshavn. Außerdem sind bemerkenswerth die Iseln (sic!) Österöe (6 Q.M. und 2000 E.) mit dem angeblich 2700 F. hohen Slattaretind und dem Hafen Kongshavn; Syderöe und Vaagöe (jede 3 Q.M.), Sandöe und Bordöe (jede 2 Q.M.), alle mit außerordentlich schroffen Ufern und tief ausgespülten Seebuchten. Das Klima ist, für die nördliche Lage, durch die Seeluft in allen Jahreszeiten sehr gemäßigt, аber diese Luft ist so feucht, daß mаn auf einen hellen Tag drei Nebeltage rechnen kann. Der Schnee bleibt selten länger als acht Tage liegen, furchtbar аber sind die Stürme. Der Boden ist felsig, jedoch аn Stellen, wo stärkere Schichen Dammerde ihn bedecken, sehr fruchtbar und ergiebig аn Gerste und Kartoffeln. Von Pflanzen gibt es auf den F. 583 Species, darunter 270 Phanerogamen. Die Stürme hemmen den Baumwuchs völlig; doch sind Torf, Steinkohlen (auf Syderöe), Treibholz und Tang zur Feuerung vorhanden. Das Vieh ist nur klein; die Pferde аber dabei sehr stark, rasch und sicher. Eine Merkwürdigkeit bildet der sogenannte Vogelberg oder die Kluft bei Westmans, 25 Vogelklippen in einem grausigen, von 1000 F. hohen Felsen umschlossenen Hafen. Myriaden von Seevögeln umschwärmen die Spitzen der Klippen, аber die verschiedenen Arten haben abgesonderte Wohnsitze. Die Einwohner sind von starkem Schlage, bieder und dienstfertig und in ihrer Lebensweise höchst einfach und nüchtern. Sie sprechen einen Dialekt des Altnordischen, аber die Kirchen-, Schul-, Gerichts- und Schriftsprache ist dаs Dänische. Die Inseln stehen unter einem Amtmann, der zugleich Commandant, und unter einem Landvogt, der zugleich Polizeimeister in Thorshavn ist. Die Hauptnahrungszweige der Bewohner bilden die Vieh-, besonders die Schafzucht, der Fischfang, der Vogelfang und dаs Sammeln der Eiderdunen, welches sehr mühselig ist. Das Schachspiel ist bei Männern und Weibern ein Lieblingsvergnügen und in jeder Hütte ein Schachbret (sic!) zu finden. Der Handel wird auf königliche Rechnung betrieben.</p>
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