Karl wird erschlagen.
Kurz darauf kamen einige Männer in voller Rüstung und riefen dem Leif Össurson heftig zu, er möge machen, dass er nach Lagman Gilles Zelt komme: „Sigurd Thorlakson” sagen sie, „lief durch die Zeltthüre, und hat einen von Gilles Leuten tödtlich verwundet.“ Leif sprang auf, und ging eiligst hin zu Lagman Gille; mit ihm gingen alle Leute seines Zeltes; Karl aber blieb sitzen; die Ostmänner (Norweger) standen rund um
ihn herum. Gaut der Rothe lief heran, und hieb mit einer Handaxt über die Schultern der andern, hinüber, und der Hieb traf Karls Haupt, doch war die Wunde nicht gross: Thord Lave ergriff den Speer, der in der Erde steckte, und schlug damit oben auf den Hammer der Axt, so dass die Axt tief ins Gehirn drang: indem stürzten viele Menschen aus Thrands Zelt herbei. Karl wurde todt von dannen getragen. Thrand tadelte diese That auf das Äusserste, erbot sich jedoch zur Geldbusse für seine Verwandten. Leif und Gille verfolgten die Sache gerichtlich, und verwarfen die Geldbusse: Sigurd wurde des Landes verwiesen wegen der Gewaltthat, die er an Gilles Zeltgenossen verübt hatte, Thord und Gaut aber wegen der Ermordung Karls. Die Ostmänner brachten ihr Schiff in Ordnung, das Karl hingeführt hatte, und fuhren wieder zu König Olaf; aber es ward ihnen nicht vergönnt den Frevel zu rächen wegen des Krieges, der in Norwegen war. Und hier hört die Erzählung der Begebenheiten auf, die dadurch veranlasst wurden, dass König Olaf Schoss von den Färöern eintrieb; es entstanden jedoch nachher grosse Streitigkeiten auf den Färöern nach dem Tode Karls von Möre, und sie entspannen sich zwischen Thrand von Göte, Leif Össurson und Lagman Gille; und viel ist hiervon zu sagen, das noch erzählt werden soll.