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	<title>Zoologie &#8211; Lesereise zu den Schafsinseln im Atlantik</title>
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	<description>Auszüge aus der fachlichen und schönen Literatur von den Färöer</description>
	<lastBuildDate>Sat, 16 May 2026 08:28:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ueber die Anneliden an den Küsten der Faer-Oeer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 08:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Rudolf von Willemoes-Suhm Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie 1873 (23), Seite 346-349; 547 [FAB-3382] Den dänischen Naturforschern ist es eine schon]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rudolf von Willemoes-Suhm</p>
<p><em>Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie 1873 (23), Seite 346-349; 547 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-3382</a>]</em></p>
<p>Den dänischen Naturforschern ist es eine schon lange bekannte Thatsache, dass die felsigen Küsten Islands und der Faer-Oeer weit ärmer an niederen Thieren sind als z. B. diejenigen Grönlands oder Dänemarks. Dies erfuhr auch ich, als ich im September 1872 in Torshavn auf Strömö angekommen, meine Schleppnetzuntersuchungen begann und unter den eingesammelten Thieren den Anneliden meine besondere Aufmerksamkeit widmete. Es wurde mir ferner bald klar, dass ich, selbst aus einer Tiefe von 60 Faden, eigentlich immer nur solche Arten erhielt, welche im Oeresund z. B. in ca. 6—10 Faden Tiefe vorkommen. Es wunderte mich nämlich zuerst sehr, niemals eine Ophelia, einen Chaelopterus, Sipunculus oder irgend ein Mitglied derjenigen Fauna zu erhalten, welche im Oeresund die grössten Tiefen (10—18 Faden) bewohnt und die, wie ich schliessen muss, auch hier die grössten vorhandenen Tiefen aufsucht, wo die Beschaffenheit des Grundes dieselbe ist wie diejenige ihrer Wohnplätze im Sunde. Ich habe nämlich niemals auf Schlammgrund geschleppnetzt, immer auf Sand-, Stein -, Muschel- oder Korallengrund und ich glaube, dass dies die Ursache ist, warum die folgende Liste so lückenhaft ausfiel. Ich glaube also, dass bis zu einem gewissen Grade die Beschaffenheit des Bodens dasjenige Moment ist, welches die Thiere veranlasst sich an einer bestimmten Stelle niederzulassen, aber durchaus nicht die Tiefe, so z. B. dass man gewisse Thiere, die an unsern Küsten schon bei 14 Faden (in der Kieler Bucht z. B.) anzutreffen sind, weil dort Schlammgrund ist, bei den Faer-Oeern (und vielleicht auch bei Island) erst in einer Tiefe von 60—100 Faden antreffen wird. Ich will selbstverständlich nicht damit behaupten, dass ich alle diese Thiere für befähigt halte eigentliche Tiefseethiere (300 Faden und darüber) zu werden, wenn nur der Grund ihnen behagt, wohl aber, dass es gewisse Arten giebt, die an unsern Küsien in verhältnissmässig seichtem Wasser leben, welche man an denen anderer Länder, wenn auch das Thier daselbst vorkommt, erst da an treffen wird, wo die betreffenden Grundverhältnisse es gestatten, sei auch der Unterschied 50—80 Faden gross.</p>
<p>Da bei Malmgreen’s Liste der nordischen Anneliden (Annulala polychaeta Spitsbergiae, Islandiae, Grönlandiae et Skandinaviae. 1867) die Faer-Oeer nur selten berücksichtigt sind, wird das Folgende als ein kleiner Beitrag zur Thiergeographie immerhin Werth haben. Einige hier erörterte anatomische Verhältnisse werden, denke ich, ebenfalls dem Leser von Interesse sein. Die an den Faer-Oeer beobachteten polichaeten Anneliden sind folgende:</p>
<p>1. Aphrodite aculeata L. Einmal nach einem heftigen Sturm aus Osten im Hafen von Torshavn, wohin sie wohl nur ausnahmsweise getrieben worden war, da sie sonst erst in grösseren Tiefen vor kommen soll (30 — 40 Faden).</p>
<p>2. Lepidonotus squamatus L. Ueberall sehr gemein.</p>
<p>3. Sigalion Idunae Rathke. Zweimal bei ca. 12 Faden Tiefe im Naalsöfjord. Die höchst merkwürdigen Borsten an den Tentakularcirren benutzt diese Species (wie auch Leanira tetragona) wohl in der Art wie Pectinaria auricoma ihre goldigen Grabborsten. In die Mundöffnung führt eine stark flimmernde Rinne, gebildet von den Kolben der Tentakularcirren, dem mittleren Tentakel und einem abgerundeten als Unterlippe fungirenden Organ, das gerade unter dem mittleren Tentakel liegt. Das Thier scheint sehr zart und vergänglich zu sein, denn beide Exemplare, welche ich erhielt, waren todt und beschädigt.</p>
<p>4. Phyllodoce maculata Müll. Hafen von Torshavn.</p>
<p>5. Ph. badia Mgrn. Hafen von Torshavn.</p>
<p>6. Eulalia viridis Müll. Aus dem Hafen von Torshavn und dem Naalsöfjord (50 Faden T.)</p>
<p>7. Autolytus fallax Mgrn. Hafen von Torshavn.</p>
<p>8. Eusyllis monilicornis Mgrn. Naalsöfjord. In die Mundhöhle münden 2 Speicheldrüsen. Auf den ausstülpbaren Schlund folgt ein breiter kurzer Vormagen, der erst in den gelblich grünen Magendarm führt.</p>
<p>9. Syllis armillaris Müll. Naalsöfjord, 50 Faden Tiefe.</p>
<p>10. S. fasciata Mgr. Hafen von Torshavn und Naalsöfjord (15 Faden Tiefe).</p>
<p>11. Nerei spelagica L. Häufig im Hafen von Torshavn etc.</p>
<p>12. Nereis zonata Mgrn. Naalsöfjord.</p>
<p>13. Glycera alba Rathke. Ein Exemplar im Kongshavn in geringer Liefe. Da ich das Thier lebend untersuchte, bemerkte ich hier ein sehr interessantes Tastorgan, wie es meines Wissens bei Anneliden noch nicht beobachtet worden ist. Am Grunde des sehr langen Kopfrüssels (bei einem ca. 50 Mm. langen Exemplar 1 Mm. lang) bemerkte ich nämlich neben der Mundöffnung jederseits zwei kleine ein und aus stülpbare Tentakeln, die ganz wie die Fühlhörner einer Schnecke fungiren (Fig. 1 xx). Die Oberfläche eines solchen ausgestülpten Fühlers flimmert sehr lebhaft (Fig. 2). In Fig. 3 habe ich dasselbe im eingestülpten Zustande gezeichnet. Den bisherigen Untersuchern scheinen diese Organe entgangen zu sein, was wohl dadurch zu erklären ist, dass sie es meist mit Weingeistexemplaren zu thun gehabt haben und die betreffenden Organe dann ihrer Kleinheit wegen schwer sichtbar sein dürften.</p>
<p>14. Aricia Cuvieri Aud. et M.E.? Wegen mangelnder Literatur bin ich nicht ganz sicher ob die Bestimmung richtig ist. Ich fing drei Exemplare nach einem Sturm aus Osten in der Torshavner Bucht, in der ich sie sonst nicht fand.</p>
<p>15. Siphonostomum plumosura Müll. Im Naalsöfjord nicht häufig. Nach einem Sturm auch im Torshavner Hafen.</p>
<p>16. Spio seticornis Fabr. Sehr gemein im Hafen von Torshavn. Die Larven dieser Anneliden waren die einzigen Annelidenlarven, die im September noch im Auftrieb sich finden liessen.</p>
<p>17. Leucodore coeca Oerst. Der appendix disciformis dieser im Hafen von Torshavn ziemlich häufig vorkommenden Art erinnert einigermassen an die »Glocke« der männlichen Echinorrhynchen, kommt hier aber auch den Weibchen zu (Fig. 4). Die Längsmuskeln gehen von der Mitte strahlenförmig nach dem Rande zu und erzeugen so ein Bild, als seien sehr viele Stäbchen dem Organ eingelagert. — Die beiden stumpfen Kolben rechts und links am Kopf des Thiers, deren Oberfläche stark flimmert (Fig. 5), sind wohl als Analoga der Tentakeln bei Leucodore ciliata Johnst, aufzufassen, welche letztere, bei Kiel so gemeine Art, ich auf den Faer-Oeer nie gefunden habe.</p>
<p>18. Pectinaria granulata L. Sehr häufig. Ich habe viele Pectinarien genauer untersucht und nie eine andre als diese Art, die auch bei Island und Grönland vorkommt, gefunden.</p>
<p>19. Amphitrite Johnstoni Mgrn. Häufig im Hafen von Torshavn.</p>
<p>20. Terebella zostericola Oerst. Naalsöfjord. Das gefundene Exemplar war grösser als die in der Kieler Bucht vorkommenden.</p>
<p>21. Terebella Danielsseni Mgrn. Naalsöfjbrd.</p>
<p>22. Laphania Boeckii Mgrn. Häufig.</p>
<p>23. Amphicora Fabricia Müll. An der Klippe von Torshavn. Die einzige der von Schmidt hier studirten Anneliden (Neue Beiträge zur Naturgeschichte der Würmer, Jena 1849), welche ich wiedergefunden habe.</p>
<p>24. Serpula vermicularis L. Gemein.</p>
<p>25. Spirorbis borealis Dand. Gemein,</p>
<p><em>Rendsburg, im November 1872</em></p>
<p>Erklärung der Abbildungen. (Vergr. 100.)<br />
Fig. 1. Vordertheil der Glycera alba Rthke. A Kopfrüssel, C Höhle in demselben, B erstes Borstensegment, x Tastfühler im ausgestülpten Zustande.<br />
Fig. 2. Ein Tastfühler in grösserem Massstabe gezeichnet, ausgestülpt.<br />
Fig. 3. Derselbe eingestülpt.<br />
Fig. 4. Hintertheil von Leucodore coeca Oersl. ad appendix disciformis.<br />
Fig. o. Kopfende desselben Thiers mit Blutgefässen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die dänische Expedition nach den Faröer-Inseln</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/die-daenische-expedition-nach-den-faroeer-inseln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 14:22:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geologie/Geographie]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Rudolf von Willemoes-Suhm Ausland 1872 (45), Seite 1055 [FAB-3380] Die englische illustrirte Wochenschrift „Nature&#8220; enthält hierüber folgendes, aus, Kopenhagen vom]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rudolf von Willemoes-Suhm</p>
<p><em>Ausland 1872 (45), Seite 1055 [FAB-3380]</em></p>
<p>Die englische illustrirte Wochenschrift „Nature&#8220; enthält hierüber folgendes, aus, Kopenhagen vom 4 Sept. datirtes Schreiben des Hrn. Rud. v. Willemoes-Suhm: „Die Vereinigte Dampfer-Gesellschaft (forenede Dampskibselskab) in Kopenhagen ist, nachdem sie von der Regierung zur Erforschung der Kohlenfelder eine Geldbewilligung erhalten, im Begriff eine Expedition nach diesen Inseln abzusenden, um die Erstreckung der Kohlenfelder im Norden von Süderoe wissenschaftlich zu untersuchen, und die Mittel und Wege anzugeben wie sich die Steinkohlen am besten nach Kopenhagen befördern lassen. Außer den Handelszwecken welche die Expedition im Auge hat, wird sie von Männern der Wissenschaft begleitet sein, welche die Naturgeschichte dieser kleinen Eilande zu erforschen haben. Die Regierung hat den Prof. Johnstrup ersucht die verschiedenen Kohlenfelder aus der südlichen Insel in Augenschein zu nehmen und die geologischen Charakterzüge derselben einer näheren Prüfung zu unterziehen. Die Leiter der Dampfschiffgesellschaft, durch den Consul Koch vertreten, haben die Freundlichkeit gehabt mir zu gestatten die Expedition zu zoologischen Zwecken zu begleiten. Die geologischen Charakterzüge der Inseln sind am besten aus Forchhammers Forschungen bekannt, die in den „Verhandlungen der dänischen Gesellschaft der Wissenschaften&#8220; (1828) veröffentlicht worden sind. Die Felsen der Färöer sind größtentheils vulcanischen Ursprungs, indem man auf allen derselben Dolerit-Porphyr in großen Massen findet. Steinkohlen-Sedimente sieht man nur im Süden (Süderoe) und auf den kleinen Eilanden Myggenäs und Tindhvlm. Zu welcher Formation diese Lager gehören, ist nicht aufgeklärt, da man bisher noch keine Fossilien entdeckt hat. Allein da die Kohlenfelder Islands und Grönlands, in denen man fossile Pflanzen gefunden, zu der miocän-tertiären Periode gehören, so ist es wahrscheinlich daß man jene der Färöer zu der nämlichen Formation zu zählen hat. Die Nachforschungen welche jetzt von Prof. Johnstrup und seinem Assistenten, dem Cand. Geisler, vorgenommen werden sollen, werden, hoffen wir, ferneres Licht auf die Beschaffenheit dieser Ablagerungen werfen. Die Fauna der Inseln, insofern man die Wirbelthiere berücksichtigt, war zu Anfang dieses Jahrhunderts bereits ziemlich gut bekannt, wie man aus Landts im Jahr 1800 veröffentlichter „Beskrivelse over Faröerne“ ersehen kann. Die einzigen wilden Säugethiere welche im Innern der Inseln wohnen, sind einige Arten der Gattung Mus, die den Schritten des Menschen überallhin folgen. Die Küsten der Färöer werden aber auch von einer großen Anzahl Floßfüßler und Walen (Pinnipedia und Cetacea) besucht, aus deren Fang die Bewohner alljährlich guten Nutzen ziehen. Die Vögel — solche sowohl welche ihre Wohnorte auf den Felsen von Store und Klein-Dimon haben, als solche der übrigen Inseln — sind von Graba, die auf Island vorkommenden von Faber bekannt gemacht worden. Spätere Veröffentlichungen, besonders von schwedischen Schriftstellern, haben, wie bekannt, viel Licht auf die Naturgeschichte dieser Bewohner des Nordens geworfen. Reptilien und Amphibien kommen überhaupt auf den Färöer nicht vor; Fische verschiedener Arten aber zeigen sich an den Küsten und steigen in beträchtlicher Anzahl die Flüsse hinauf. Sie sind von Sysselman Müller aus Torschave, der ein Verzeichnis und Proben aller ihm bekannten Arten an die Kopenhagener zoologischen Museen gesandt hat, gesammelt worden. Die niedrigeren Thiere sind weniger bekannt; wir haben Verzeichnisse von Echinodermen (Seeigeln) und Mollusken, durch Lütken und Mörch, und wissen einiges über die Würmer aus den von Prof. Oskar Schmidt unternommenen Forschungen, welcher kurze Zeit die Färöer besuchte. Ich selbst hoffe mittelst des Schleppnetzes weitere Kunde über die niedrigen Thiere an den Küsten der Inseln gewinnen zu können, und werde, während ich mich mit dem Sammeln der Fische für das Münchener Museum beschäftige, meine Forschungen über die Naturgeschichte ihrer Parasiten fortsetzen. Die Expedition wird Kopenhagen in den ersten Tagen Septembers verlassen, und ist vielleicht, wenn sie von den Färöer zurückkehrt, im Stande einem schottischen Hafen einen Besuch abzustatten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Expedition nach den Faröern</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/expedition-nach-den-faroeern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 14:08:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geologie/Geographie]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Globus 1872 (22), Seite 256 [FAB-3379] Die dänisch-amerikanische Dampfergesellschaft hat zur Untersuchung der Kohlenfelder der Färöer eine Expedition abgesandt, bei]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Globus 1872 (22), Seite 256 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-3379</a>]</em></p>
<p>Die dänisch-amerikanische Dampfergesellschaft hat zur Untersuchung der Kohlenfelder der Färöer eine Expedition abgesandt, bei welcher auch der Naturforscher Dr. R. v. Willemoes-Suhm betheiligt ist. Die Kohlen liegen im Norden von Süderöe und sollen, wenn sie sich als gut erweisen, nach Kopenhagen verschifft werden. Neben den Handelszwecken verfolgt diese Expedition, wie Dr. Willemoes schreibt, auch wissenschaftliche Zwecke. Er selbst wird der Zoologie seine Aufmerksamkeit widmen, während Professor Johnstrup die geologischen Verhältnisse der wenig untersuchten Inseln erforschen will. Was man bisher über die letzteren wußte, veröffentlichte 1828 Forchhammer in den Abhandlungen der dänischen Gesellschaft der Wissenschaften. Die Felsen der Färöer sind größtentheils vulcanischen Ursprungs, Dolorit-Porphyr wird in großen Mengen auf allen Inseln gefunden. Kohlen wies man bisher auf Süderöe und den kleinen Inseln Myggenäs und Tindholm nach. Zu welcher Formation diese Kohlen aber gehören, ist bisher noch nicht festgestellt worden, da man noch keine Versteinerungen in denselben aufgefunden hat; da aber die Kohlen von Grönland und Island nach den darin enthaltenen Fossilien zur miocenen Tertiärperiode gehören, so ist dies wahrscheinlich auch auf den Färöern der Fall, und wir hätten es demgemäß mit Braunkohlen zu thun.</p>
<p>Was die Fauna anbetrifft, so sind die Wirbelthiere der Inseln durch das 1800 erschienene Werk Landt&#8217;s: „Beskrivelse over Faeröerne“ ziemlich genau bekannt. Die einzigen wilden Säugethiere, welche die Eilande bewohnen, sind einige Mäuse, die ja dem Menschen überallhin folgen. Pinnipedia und Cetacea kommen im Meere und an den Küsten in großen Mengen vor und werden von den Einwohnern gefangen. Die Vögel sind von Graba beschrieben worden. Reptilien und Amphibien kommen auf den Färöern nicht vor; eine Liste der zahlreichen im Meere lebenden und in die Flüsse aufsteigenden Fische hat Sysselman Müller in Thorshavn veröffentlicht. Die niederen Thiere sind aber weniger gut bekannt; Lütken und Mörch sammelten die Echinodermen und Mollusken, unser Landsmann Oscar Schmidt, der auf den Färöern war, beschrieb die Würmer. Es bleibt also gerade auf dem Gebiete der niederen Thiere noch eine reiche Ausbeute für Dr. v. Willemoes -Suhm übrig, der auch den Auftrag hat, die Fische der Färöer für das Münchener Museum zu sammeln.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ueber die Fauna der Binnenseen auf den Faer-Oeer</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/ueber-die-fauna-der-binnenseen-auf-den-faer-oeer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 06:26:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Rudolf von Willemoes-Suhm Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie 1873 (23), Seite 349-353 [FAB-3383] Der Niederschlag des Wassers auf den Faer-Oeer, wo]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rudolf von Willemoes-Suhm</p>
<p><em>Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie 1873 (23), Seite 349-353 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-3383</a>]</em></p>
<p>Der Niederschlag des Wassers auf den Faer-Oeer, wo die jährliche Regenmenge eine 12 mal so grosse wie in Kopenhagen ist, ist sehr bedeutend und überall sieht man daher von den Bergen das Wasser in kleineren oder grösseren Bächen herniederrieseln. Auf den Plateau&#8217;s, kolossalen Trümmerfeldern abgerissener Basaltstücke, wie z. B. zwischen Kirkebö und Torshavn, sowohl wie in den Thälern kommt es dabei zur Bildung zahlreicher Seen der verschiedensten Grösse. Unter den bedeutenderen sind hervorzuheben 1) Sörvaagsvatn auf Waagö. Dieser ist der grösseste von Allen, beinahe 3/4 Meilen lang, 1/8 Meile breit und 16—23 Faden tief. An seinem südlichen Ende fliesst eine Elv (kleiner Bach) aus dem See, der sich aus einer Höhe von 42—45 Faden ins Meer niederstürzt, 2) Fjelievatn, im Norden von Waagö, ist 1/4 Meile lang und 1/12 Meile breit, 3) Leinumvatn , auf Strömö, 1/8 Meile lang; soll nach Angaben der Fischer bis zu 30 Faden tief sein, 4) Loftevand auf Oesterö, ein kleiner nur ca. 6 Faden tiefer See und endlich 5) Kjirkin-Vatn hoch oben auf den Felsen von Famöjan auf der Südinsel. Ausserdem findet man noch eine Menge kleinerer Seen und Teiche, welche von den niederrieselnden Bächen gespeist werden, die sich aus ihnen wieder als grössere Elven ihren Weg zwischen den Basaltfelsen durchbahnen.</p>
<p>Die Angaben über die Grösse der Seen sind nach dem gewissenhaften Pastor Landt(1) gemacht, der auch etwas über ihre Bewohner zu melden weiss: »Einige von den Elven enthalten auch Forellen, welche man nach Regenwetter fängt, theils mit der Angel, theils indem man sie mit einem Stocke todtschlägt oder mit der Hand. Doch ist dieser Fang nicht von grosser Bedeutung. Einige Seen und stehende Gewässer findet man ebenfalls in den Bergen, wo Forellen gefangen werden, wenn auch selten in grösserer Menge. Der grösste und fischreichste Binnensee, den ich kenne, findet sich auf Waagö, wo man manchmal mehrere Tonnen Forellen fangen kann. Leinumvatn und mehrere kleinere stehende Gewässer oberhalb des Kollefjord auf der nördlichen Strömö sind noch weniger fischreich, in diesen letzteren findet man auch eine Art Forellen, welche roth unter dem Bauch sind und deshalb »Rödmaver« genannt werden. In einigen Elven und Seen finden sich auch Aale, obgleich nicht in Menge und selten von bedeutender Grösse und mehr Arten Süsswasserfische auf den Faer-Oeer kenne ich nicht«. Merkwürdig, dass der gute Pastor hier nicht auch den Stichling noch erwähnt hat, der doch in allen Pfützen in der Umgegend von Torshavn so gemein ist! (Im Verzeichniss der Fische, die er kennt, nennt er ihn übrigens).</p>
<p>Ich selbst beschloss, mir, während meines Herbstaufenthaltes auf den Faer-Oeer, wo möglich einige Aufklärung über die Fauna der Binnenseen zu verschaffen. Leider war aber der einzige von Torshavn, wo ich mich aufhielt, leicht zu erreichende See, das Toftevand, einer der kleineren. Nichtsdestoweniger liess ich mich nach Tofte einem kleinen »Dorf« am Krugshavn auf Oesterö rudern und stieg mit meinen 4 Ruderern , welche das Schleppnetz und die Taue tragen mussten, über den Bergrücken. Schreiend umkreiste uns Haematopus ostralegus und liess sich ganz in unserer Nähe nieder, Numenius phaeopus flog ebenfalls gar häufig vorüber. Das Toftevand liegt in einem nach einer Seite hin offenen Bergkessel. Die Ufer sind felsig aber nicht steil, mit mooriger Erde bedeckt, aus der Torf gegraben wird. Darauf wachsen Erica, Moose und Gramineen(2), von denen die zahlreich dort weidenden Schafe sich ernähren. Unter den zerstreuten Steinen finden wir Limax agrestis und Lumbricus agricola. Der See selbst ist sehr klein, wird von den Elven gespeist, die von den Bergen herabrieseln und hat nach der einen Seite einen Ausfluss, der sich in den Königshafen ergiesst. Das Ganze erinnerte mich lebhaft an einen kleinen See unter dem Gipfel des Kahlersbergs, den ich einst im bayerischen Hochgebirge besuchte.</p>
<p>Namentlich mit Hinblick auf die Resultate, weiche die Untersuchungen der schwedischen Seen geliefert haben, schien es mir nun interessant, die Tiefen hier genauer zu untersuchen. Die grösste Tiefe des Sees, an der ich das Schleppnetz zuerst niedersenkte, beträgt 5 Faden. Es kam eine grosse Masse schwarzer Moorerde zum Vorschein, in der sich auch bei genauester Untersuchung nichts anderes fand als einige röthliche Dipterenlarven, die ich später Herrn Professor Schlödte zur genaueren Untersuchung übergeben habe. Ich liess sodann bei 4 Faden Tiefe an einer Stelle weiter nach dem Ausfluss zu auswerfen, erhielt aber auch hier nichts als lehmigen Schlamm und einige Wurzeln, zwischen denen sich kein lebendes Wesen erblicken liess. Endlich wurde noch verschiedentlich in der Nähe des Ufers zwischen den dort wachsenden Wasserpflanzen gedredgt, aber immer umsonst. In diesen fand ich nicht einmal den Gammarus, die Wasserkäfer und Fliegenlarven welche nebst Cyclopiden in den kleinen Tümpeln oberhalb der Schanze von Torshavn so gemein sind. Das Resultat ist also ein negatives: in Toftevand ist nichts zu suchen, vielleicht liefern indessen Sörvaagsvatn oder Leinumvatn, wo grössere Tiefen sind, günstigere Resultate. Namentlich der letztere See interessirte mich seiner Fische wegen ungemein; aber Anfangs hiess es, es sei kein Boot da und später als ich in Erfahrung gebracht hatte, dass doch ein Schifferkahn vorhanden sei, war das Wetter zu schlecht. Ich begnügte mich also damit einen Mann auf den Fischfang dahin abzusenden und erhielt ein Dutzend Forellen von denen 6 unzweifelhaft unserer Trutta fario, (Schmarda’s Zoologie II. pg. 331) angehörten, während die 6 anderen die schon von Pastor Landt erwähnten »Rödmaver« mit dem rothen Bauche waren. Diese letzteren waren ca. 9—10&#8243; lang und sind meiner Ansicht nach nichts weiter als der in Schottland ja ebenfalls vorkommende Salmo salvelinus. Sysselmand (Vogt) Müller(3), der sie unter dem Namen Salmo alpinus ans Kopenhagener Museum bereits eingesandt hatte, erzählte mir, dieser Fisch werde hier niemals über einen Fuss lang &#8211; komme nur im Leinumvatn (aber hier in Menge) und vielleicht auch im Kjirkinvatn auf der Südinsel vor. Ausser diesen beiden Salmoneern aber erhielt ich aus den Elven der Umgegend von Torshavn noch eine dritte silberfarbene Forelle, die schlanker als Trutta trutta und ohne deren rothe Puncte ist. Vielleicht war das Trutta trutta Meerforelle (Schmarda’s Zoologie II. pg. 330). Da ich im Begriff bin mit der Englischen Expedition um die Erde abzusegeln und die Objecte nach München unterwegs sind, kann ich darüber nichts Genaueres feststellen, hoffe aber, dass Herr von Siebold, in dessen Hände sie kommen, hierüber Näheres berichten wird. Ausser diesen 3 Salmoneern kommt nun im Meere aber noch einer vor, von dem man mir sagte, er stiege nicht in die Elven und würde sehr gross. Während meiner Anwesenheit wurde keiner von diesen gefangen, so dass ich nichts weiter darüber sagen kann. — Im süssen Wasser und in den Binnenseen der Faer-Oeer insbesondere kommen ausser jenen 3 Forellen-Formen nur noch 2 Fischarten vor: der Aal und der Stichling. Von ersterem fing ich ca. 3 — 4 Zoll lange Exemplare in den kleinen Bächen, welche über die Klippen ins Meer tröpfeln. Um da hinauf zu kommen bedarf es in der That einer aalartigen Behendigkeit! Weiteres über die Naturgeschichte des Aals habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Der Stichling (Gasterosteus aculeatus) endlich lebt, wie gesagt, überall in den Pfützen auf den Klippen und ist unter dem Namen »Kompikkji« den Faeringern und als »Hundesteilen« den dänischen Bewohnern dort wohlbekannt.</p>
<p>Rendsburg im November 1872.</p>
<p>1) Landt, Forsög hil an Beskrivelse over Faer-Oerne. Kjöbenhavn 1800.</p>
<p>2) Bäume und Gesträuche wachsen bekanntlich auf den Faer-Oeer nicht wild</p>
<p>3) Ich muss hier dankbar der liebenswürdigen Unterstützung gedenken, welche mir sowohl Sysselmand Müller wie Hr. Randrup bei meinen Excursionen auf den Faer-Oeer haben angedeihen lassen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Fauna der Färöer</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/die-fauna-der-faeroeer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2025 18:16:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Rudolf von Willemoes-Suhm Ausland 1873 (46), Seite 80 [FAB-3381] Es ist nicht ganz richtig, daß außer einigen Species von Muriden]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rudolf von Willemoes-Suhm</p>
<p><em>Ausland 1873 (46), Seite 80 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-3381</a>]</em></p>
<p>Es ist nicht ganz richtig, daß außer einigen Species von Muriden keine anderen Thiergattungen in wildem Zustande auf der Faröer-Gruppe vorkommen. Vor etwa 30—40 Jahren wurde der nordische Hase, Lepus alpinus eingeführt, und scheint alle Bedingungen des Gedeihens vorgefunden zu haben, denn er ist nunmehr sowohl auf Strömö, als auf Oesterö zahlreich verbreitet. Auf den grasbedeckten Gründen findet er genügende Nahrung, hinter den Felsvorsprüngen hinreichenden Schutz und eigentliche Feinde besitzt er auf den Inseln nicht, den Corvus corax und den kleinen Falco aesalon etwa ausgenommen, welche hier und da ein Junges rauben. Falco islandicus kommt zu selten vor, um ihm erheblichen Schaden zufügen zu können. Der Versuch, das in Island und Norwegen einheimische Tetrao lagopus einzuführen, ist dagegen mißlungen.</p>
<p>Die auf den nördlichen Inseln der Färöer lebenden Ratten gehören zur Familie Mus decumanus, und haben wie fast allerwärts in Europa die kleinere schwarze Ratte, Mus rattus vertrieben, die nur mehr sporadisch auf Suderö angetroffen wird. Man vermuthet, daß auch Lemmus norvegicus vorkomme. Unter den großen Wassersäugethieren ist der Grindwal, Delphinus globiceps, von hoher Bedeutung, der alljährlich in großer Menge hier gefangen wird. Hr. Rudolf von Willemoes-Suhm, welcher als Zoolog die kürzlich nach den Färöern abgegangene dänische Expedition begleitet und über seine Forschungen in der Londoner „Nature&#8220; Bericht erstattet, erhielt durch die Güte des Sysslumans Müller zu Torshavn, der kleinen Hauptstadt der Färöer auf Strömö, einige Exemplare externer Parasiten dieses Wales. Sie gehören den Cirripedien an: eines war ein Otion, welches sich an die Zähne des Delphins anheftet, wo es an der Wasseroberfläche genügende Nahrung vorfindet; das andere war der interessante Xeno-balanus globicipites Steenstr., der in großer Anzahl auf den Finnen der Wale lebt. Eine verwandte, gleichfalls von Steenstrup beschriebene Art lebt auf den Finnen von Uranodon rostratus, der in Heerden von 4—5 Stück an der Südinsel erscheint. Im Magen des Grindwals fanden sich die Reste von Cephalopoden, seiner gewöhnlichen Nahrung, und die gemeine Ascaris.</p>
<p>Unter den Seevögeln nistet Mormon fratercula, der Seepapagei, am höchsten, tiefer eine Mövenart und am tiefsten die Lumme, Uria. Die kleine Thalassidroma pelagica brütet noch im September, und zwar an der Nordostseite von Naalsö in einer Tiefe von 1—2 Fuß: ihre Nester sind einfache Löcher in der Erde. Die Thalassidromen legen bloß ein Ei, brüten aber zwei- oder dreimal im Jahre. Die sonst am häufigsten vorkommenden Vögel sind Procellaria glacialis, Anthus campestris, Saxicola oenanthe, Molacilla alba, Troglodytes parvulus, Tringa variabilis lind islandica, Numenius phaeopus, Haematopus ostralegus, Carbo, Sterna, Larus. Sula alba ist nur auf der Insel Myggenaes zu finden und Lestris cataractes ist überhaupt nicht häufig auf den Färöern. Auch Pastor roseus und einmal Syrrhaptes paradoxus wurden gefangen. der erstere dieser Vögel erscheint bekanntlich zuweilen in Norwegen und auf Helgoland, ein sehr bemerkenswerther Umstand, da diese Thiere, welche im südwestlichen Rußland und Kleinasien brüten, sich in Dänemark und dem mittleren Deutschland nur sehr selten blicken lassen.</p>
<p>Fische werden in großen Mengen an den Faröer-Küsten gefangen, der Handel mit dem Klippfisch ist sogar sehr beträchtlich; der Kabeljau wird bis nach Spanien ausgeführt. Von bemerkenswertheren Arten ward ein riesiges Exemplar von Lampris guttatus erbeutet, welches gewöhnlich die großen Tiefen des Atlantischen Oceans bewohnt und nur selten sich an diese Küsten verirrt. In seinem Magen fanden sich Cephalopoden, nichts dagegen an äußeren Parasiten. In den Seen der kleinen Inseln leben drei Lachsgattungen, wovon die eine, Salmo salvelinus, bekanntlich auch in den Seen Oberbayerns und Schottlands auftritt. Im Ganzen läßt sich sagen, daß die Jnvertebratenfauna der Faröerküsten, gerade so wie jene Islands, sehr ärmlich ist im Bergleiche zu jener Grönlands, Norwegen und Dänemarks.</p>
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		<title>Fiskeriundersögelser ved Island og Froerne i Sommeren 1903. Rezension</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/fiskeriundersoegelser-ved-island-og-froerne-i-sommeren-1903-rezension/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2025 08:21:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliographisches]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Th. Thoroddsen Besprechung von: Joh. Schmidt, Fiskeriundersögelser ved Island og Froerne i Sommeren 1903 (Skrifter udgivne af Kommissionen for Havundersögelser]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Th. Thoroddsen</p>
<p>Besprechung von:<br />
Joh. Schmidt, Fiskeriundersögelser ved Island og Froerne i Sommeren 1903 (Skrifter udgivne af Kommissionen for Havundersögelser Nr. 1) 8°, 148 S. 10 K. Kopenhagen 1904</p>
<p><em>Petermanns Mitteilungen 1905 (51), Literaturbericht Seite 226 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-2910</a>]</em></p>
<p>Diese Arbeit gibt eine Übersicht über die in vielen Beziehungen interessanten Ergebnisse der dänischen Untersuchungen bei Island auf dein Schiffe &#8222;Thor&#8220; im Jahre 1903. Sie beginnt mit der Beschreibung der Ausrüstung und der Geräte, hierauf folgt eine kurze Beschreibung der Tiefen- und der Bodenverhältnisse nebst Hvdrographie der isländischen Gewässer. Das dritte Kapitel behandelt die Fischereiversuche, um Aufklärung zu schaffen über das Leben der ökonomisch wichtigsten Fische; diese Versuche wurden 1903 auf 250 Stationen angestellt. Wie sich herausstellte, enthält die Fauna des östlichen und nordöstlichen Island viele arktische Formen und sie besteht aus einer Mischung von arktischen Formen und solchen, die außer in kaltem, auch in wärmerem Wasser leben. An der Südküste und im südlichen Teile des Westlandes war die Fauna sehr reich und besteht im allgemeinen aus nordatlantischen Warmwasserarten mit Zumischung einiger Arten , die auch in kälterem Wasser vorkommen. Die Versuche bestätigten den unendlichen Reichtum an Fischen, z. B. wurden auf Station 185 bei Seydisfjord am 22. bis 23. Juli in 5 Faden Tiefe und in sechs Zügen mittels Garn 12 033 Stück Dorsch außer vielen andern Fischen gefangen; auf Station 143 bei Skjälfandi betrug der Fang in 51 Stunden mittels Schleppnetz 4173 Schollen (Pl. platessaj außer 1468 andern Fischen. Alle gefangenen Fische wurden genau untersucht und gemessen. Das vierte Kapitel handelt über die treibenden Fischeieer und Fischbrut. Unter anderm wurde nachgewiesen, daß über großen Tiefen keine Fischeier vorkommen; sie sind beschränkt auf das seichtere Wasser, das in schmäleren oder breiteren Gürteln Island und die Färöer umgibt. Das fünfte Kapitel enthält mannigfache ausgezeichnete Untersuchungen über die Biologie des Dorsches, durch welche u. a. festgestellt wurde, daß der Dorsch bei Island nur in sehr geringem Maße am Ost- und Nordland laicht, wo das Wasser kalt ist, daß dagegen ein größerer Teil der ungeheuren Dorschmassen , nachdem er im Frühjahr (März und April) im warmen Wasser bei dem Südland oder dem südlichen Teile des Westlandes gelaicht hat, nordwärts zieht in das kältere Wasser beim Nordwest-, Nord- und Ostland. Hierdurch hat man den Schlüssel erlangt zum Verständnis der rätselhaften Wanderung des Dorsches an den isländischen Küsten, welche so großen Einfluß auf die Dorschfischerei hat. Auch bei den Färöer erfolgen ähnliche Wanderungen der Dorschmassen nach und von den Bänken, wo das Laichen stattfindet. Im sechsten Kapitel findet sich eine ausgezeichnete illustrierte Übersicht bei den Färöer und Island mit dazugehöriger Statistik und Erläuterung von zehn Karten, die die Ausbreitung von Fischen und Fischbrut zeigen. Auf Tafel 9 hat B. Sämundsson einen klaren Überblick über die Fischerei der Isländer geliefert und Verfasser gibt auf Tafel 10 eine Darstellung der Fischerei von fremden Nationalitäten mittels Dampfschiffen. In einem so kurzen Referat ist es unmöglich, ausführlich auf den reichen Inhalt des Buches einzugehen. Die Schrift ist von großer Bedeutung auch für den Geographen, sowohl wegen der vielen neuen Forschungsergebnisse, als auch wegen der klaren und übersichtlichen Schilderung.</p>
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		<title>Ueber die Zugstrassen der Vögel &#8211; Island und die Färöer</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/ueber-die-zugstrassen-der-voegel-island-und-die-faeroeer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2025 05:55:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Johan Palmén, Ueber die Zugstrassen der Vögel, 1876, Seite 96-98 [FAB-2194] Phalaropus fulicarius. Aeusserst selten an der südwestlichen Seite von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Johan Palmén, Ueber die Zugstrassen der Vögel, 1876, Seite 96-98 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-2194</a>]</em></p>
<p>Phalaropus fulicarius. Aeusserst selten an der südwestlichen Seite von Island laut Faber, zuweilen bei Reykiavik laut Krüper.</p>
<p>Tringa maritima. Laut Krüper selten im Sommer auf Island, im Winter äusserst zahlreich, Faber; Färöer, Winterzeit in grossen Flügen am Strande, im Sommer paarweise im Gebirge wo er brütet, Müller.</p>
<p>Tringa canutus. Ende Mai oder Aug. bis Mitte Sept, meist an der östlichen Seite Islands, Krüper. Färöer häufig, doch nur in Vor- u. Spätjahr, Müller.</p>
<p>Tringa arenaria. Soll laut Faber in Island bei Grimsey vorgekommen sein, welches jedoch von Krüper nicht bestätigt wird.</p>
<p>Anser albifrons. Kommt laut Faber in Island vor, laut Krüper nur auf dem Durchzuge nach Grönland. Färöer 1 Ex. Müller.</p>
<p>Anser bernicla. Findet sich während der Züge in grosser Menge in Island u. den Färöer, Krüper u. Müller.</p>
<p>Anser leucopsis. Soll laut Thienemann4) an den nördlichen und westlichen Küsten der Inseln in grossen Flügen beobachtet worden sein, über das Meer in der Richtung von Grönland kommend; überwintert aber nicht auf den Inseln sondern zieht unregelmässig weiter.</p>
<p>Somateria spectabilis. Zuweilen in den Färöer verirrt; zweimal im Sommer beobachtet, Müller.</p>
<p>Larus glaucus. Wird von Faber aufgenommen; Färöer, Junge häufig, nur ein ausgefärbtes Individuum, Müller.</p>
<p>Larus tridactylus. Auf den Färöer im Sommer und Winter sehr gemein, soll Ende Januar an’s Land kommen und dasselbe im September verlassen, Müller.</p>
<p>Larus eburneus. Den 12. März 1858 auf den Färöer, Müller.</p>
<p>Mergulus alle. Auf den Färöer blos im Winter gesehen, zu welcher Zeit er mit Südoststürmen in Menge ans Land treibt, Müller.</p>
<p>Diese Arten ziehen also direct zu den angegebenen Inseln oder an denselben vorüber, oder sie brüten dort, aber ziehen von da weg. Aeusserst wenige verbleiben dort das ganze Jahr.</p>
<p>Es kann nicht bezweifelt werden, dass sie zum grössten Theil von Grönland hier ankommen, wo die Meisten auch angetroffen werden, und dass sie sich zu den britischen Inseln begeben. Ein geringerer Theil mag wohl wie vorhin bemerkt worden, längs des Treibeisweges von Spitzbergen nach Island gelangen, aber ungewiss scheint es, ob er einen wesentlichen Bruchtheil hiervon bildet Hierin hegt die Erklärung, warum einige der Arten, obgleich sie auf den britischen Inseln, weil sie von Norwegen angekommen sind, sich vorzugsweise an der Ostküste fanden, dennoch in namhafter Menge in Irland vorkommen, beispielsweise die drei Gänsearten und Tringa canutus. So lange die vorhandenen Daten zur Ermittelung der Frage noch so mangelhaft sind, möge also nur eingeräumt werden, dass einige von den Arten von Grönland über Island und die Färöer nach den britischen Inseln ziehen, wohin sie also von zwei oder drei Richtungen längs verschiedener Wege ankommen können. Dagegen muss man es unentschieden lassen, in welchem Frequenz-Verhältniss die Wege besucht werden, wohin sie in dem britischen Gebiet vorzugsweise führen und ob die Individuen von allen Wegen mit einander völlig übereinstimmen.</p>
<p>Nebenbei möge hier bemerkt werden, dass man als einen Hauptgrund für die Annahme, dass die arktischen Vögel in England von Grönland gekommen seien, den Umstand hervorgehoben hat, dass eine Menge amerikanischer Vogelarten auf den britischen Inseln, besonders deren Westküste, vorgekommen sind, und zwar hier häufiger als anderweit in Europa. Man darf sich jedoch dadurch nicht irren lassen; denn die Ankunft, der letztgenannten Vögel kann von anderen Bedingungen abhängig sein, als diejenigen sind, welche die regelmässigen Züge der britischen Zugvögel bedingen. Wenn also Beweise für eine Zugstrasse von Grönland über Island angeführt werden sollen, müssen sie von den Nistvögeln dieser Insel nicht von zufälligen Funden südlicherer Irrgäste in England geholt werden.</p>
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		<title>Lebensgeschichte einer zahmen Möwe</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/lebensgeschichte-einer-zahmen-moewe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 14:53:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Amtlicher Bericht über die Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte 1846, Seite 146-147 [FAB-2803] Herr Professor Steenstrup theilte dann die Lebensgeschichte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Amtlicher Bericht über die Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte 1846, Seite 146-147 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-2803</a>]</em></p>
<p>Herr Professor Steenstrup theilte dann die Lebensgeschichte einer 64 Jahre alten im Freien lebenden Möwe, Laras marinus, mit.</p>
<p>„Im Sommer 1781 nahm der Bauer Ole Johansen in Dal auf Sandöe, einer der Faeröe-Inseln, zwei Möwenjungen aus einem Neste, und führte sie mit sich zu Hause, um sie gross zu ziehen. Es zeigte sich später, dass beides Männchen waren. — Gewöhnlich hielten sich beide in der Nähe von den Häusern des Ole Johansen oder auf den naheliegenden Feldern auf, bisweilen machten sie aber auch kleinere Excursionen auf das naheliegende Meer hinaus, kehrten aber immer zurück. Der Eigenthümer erinnert sich nicht genau, wie viele Jahre sie auf diese Weise bei ihm gelebt hatten, als auf einer dieser Excursionen das eine Männchen von einem Bedienten des Handelsplätzchens Friederichswaag geschossen wurde; das andere setzte aber seine Lebensart fort und war noch fortwährend so zahm, dass es zu jeder Zeit des Jahres das Futter aus den Händen des Eigenthümers nahm; den anderen Leuten des Hauses wollte es aber nicht so nahe kommen. Nach einigen Jahren suchte es sich eine Gattin, und wählte zum Nestplatz eine Felsenwand zwischen Dal und Husevig, von woher es seit der Zeit jedes Jahr nach den Häusern des Ole Johansen gekommen ist, nicht nur es selbst, sondern auch sein Weibchen und zwei oder drei Jungen. Des Sommers hält sich die ganze Familie mehr auf dem Strande auf, besonders wenn die Fischerei ergiebig ist, und wie die völlig wilden Individuen derselben Art nähren sie sich dann von Fischköpfen und dem übrigen Fischabfalle. Wenn das Wetter kälter wird und, besonders wenn es an Fischen gebricht, namentlich jeden Winter, haben sie dagegen ihren steten Aufenthalt bei den Häusern des Ole Johansen, und das Männchen nimmt dann noch immer, was ihm der Eigenthümer mit den Händen darreicht, während das Weibchen sich ein wenig entfernter hält, aber doch alles Essbare, was ihm hingeworfen wird, ergreift. — Nur den ersten Sommer nehmen die Jungen an diesen Besuchen bei den Häusern Theil, also nur so lange, als sie den Eltern folgen. — Obgleich der erwähnte Vogel nun schon über 64 Jahre alt ist, nimmt man doch weder in der Farbe, noch in anderen Beziehungen einen Unterschied zwischen ihm und den wilden Möwen wahr.<br />
Durch frühere Reisende, namentlich durch die Herren Prof. Forchhammer und Graba, auf diesen alten Vogel aufmerksam gemacht, war es mir während meines Aufenthalts auf der Insel Sandöe im Jahre 1844 sehr darum zu thun, genaue Nachrichten von dem hohen Alter desselben einzuholen, weil es im Ganzen nur sehr selten beobachtet worden ist, welches Alter die Thiere im wilden und freien Zustande erreichen. Die Mittheilungen, die ich damals erhielt, stimmten völlig mit denjenigen theils früheren, theils späteren, die ich der Güte der Herren Sysselmänner Winther auf Sandöe und Müller auf Ströemöe verdanke, und die ich hier oben beinahe wortgetreu gegeben habe.</p>
<p>Ich darf hoffen, dass von jetzt an dieser Vogel ein Gegenstand steter Beobachtung sein wird.“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Ornithologische Notizen von meiner Reise nach Island</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/ornithologische-notizen-von-meiner-reise-nach-island/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 08:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Franz Ritter von Schaeck Die Feröer (sic!) Inseln Die Schwalbe 1894 (18), Seite 156-158 [FAB-2570] Das Meer war ruhig; der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Franz Ritter von Schaeck</p>
<p>Die Feröer (sic!) Inseln</p>
<p><em>Die Schwalbe 1894 (18), Seite 156-158 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-2570</a>]</em></p>
<p>Das Meer war ruhig; der Horizont erschien von violetten Dünsten purpurroth gefärbt, als unsere Yacht am 2. Juli, gegen acht Uhr Abends, vor Thorshavn, dem Hauptorte des aus sechsundzwanzig Inseln bestehenden Archipels, ankerte.</p>
<p>In der Rhede flatterten silbergraue Meerschwalben (Sterna macrura L.) herum, mit ihren Flügeln leicht das Wasser berührend. Nach einer sehr bewegten Ueberfahrt bedurften wir der Ruhe. Der Schifsscapitän allein ging ans Land, um den gewöhnlichen Formalitäten zu genügen.</p>
<p>Da wir für den nächsten Nachmittag eine Jagd vor hatten, benützte ich die Morgenstunden, um diese malerisch gelegene Fischerstation zu besuchen.</p>
<p>Das kleine Landungsschiff verlassend, befand ich mich von einer Unzahl von Hausenten, die man hier überall in der Nähe des Hafens aufzieht, umgeben. Dieselben sind von einer überraschenden Vertraulichkeit; oft zwischen Delphinen- und Stockfischresten, die hier den Strand bedecken, niedergehockt, verähnlichen sie ihre Farbe mit den letzteren und lassen sich eher mit den Füssen berühren, als ihre hockende Lage zu ändern.</p>
<p>Hier sah ich ganze Bündel von nordischen Larventauchern (Mormon fratercula Temm.) in Paketen von zwanzig Vögeln ausschiffen. Nur die Köpfe waren noch befiedert. Die Fischer verwerthen nicht allein die Federn und Flaumen des Larventauchers, sondern sie verspeisen auch sein, selbst bei Jungen nur mittelmässig schmackhaftes Fleisch. Die auf diesen Inseln in grosser Menge vorkommende Art bevölkert hauptsächlich die Vogelberge (Fuglebjerge), man sagte mir, dass in unseren Tagen die beiden im Norden gelegenen Felsen »Stromö« und »Osterö« am meisten von diesen Vögeln besucht sind. In diesen Localitäten geht der Bewohner mit Gefahr seines Lebens der Jagd nach, die übrigens schon oft beschrieben wurde. Zwischen Himmel und Wasser an einem Seile baumelnd, macht er eine reichliche Beute an Vögeln und Eiern.</p>
<p>Thorshavn ist an einem Bergabhange gelegen; in der Unteren Stadt befinden sich Magazine, wo man alle möglichen Waaren feilbietet. Die Hauptfactorei gehört einem Herrn Jens Olsen. Sobald dieser wirkliche Feröer und gleichzeitig perfecte Gentleman von meiner Ankunft und Mission Kenntniss erlangte, gab er mir in bereitwilligster Weise Auskünfte über die von ihm gründlich studirte locale Fauna. Nach Angebot der traditionellen Cigarre (dänischer Provenienz) und eines Glases Portweines nahm mein liebenswürdiger Wirth in seiner Bibliothek das Werk von Kjarbölling(1) »Scandinavia Fugle« zur Hand, und den Atlas durchblätternd, gab er mir in englischer Sprache präcise Auskünfte über alle Arten der Feröer Fauna.</p>
<p>Ich machte mir dieselben zum Nutzen und bedauerte nur die Kürze dieser Unterhaltung, denn meine Freunde erwarteten mich auf unserer Segelschaluppe, die uns der Seeküste entlang führte. Dieser rapide Ausflug, auf welchem wir, um den Strömungen auszuweichen, einem uns tracirten Weg folgen mussten, bot nur wenig Interessantes.</p>
<p>Doch brachten wir immerhin schöne Exemplare des Austernfischers (Haematopus ostralegus L.). der uns in Flügen von zwanzig Individuen begegnete, vom Regenbrachvogel (Numenius phaeopus L.) vereinzelt und in Paaren beobachtet, und von silbergrauen Meerschwalben (Sterna macrura L.), diese letzteren im completen Sommerkleide, als Beute auf unsere Yacht.</p>
<p>Der kurze Aufenthalt, den wir diesen Inseln widmeten, gestattete uns nicht, eine Expedition nach den sehr bevölkerten »Fuglebjergen« dieser nordischen Inselgruppe zu organisieren.</p>
<p>Am folgenden Morgen (4. Juli), dem letzten vor unserer für Mittags bestimmten Abreise nach Island, besuchte ich in Thorshavn eine interessante Sammlung. Mr. J. Olsen hatte sich am Vorabende in liebenswürdigster Weise angeboten, mich einem seiner Verwandten, dem Vater des gegenwärtigen Sherifs,(2) der ein kleines Museum sein Eigen nennt, vorzustellen. — Ich nahm sein Anerbieten mit Vergnügen an. Trotz seines hohen Alters empfing mich dieser Feröer in liebenswürdigster Weise, erklärte mir mit Jugendfrische seine localen Sammlungen und machte mir über fast jedes einzelne Object eingehende Mittheilungen. Von den interessanten Vogelarten der Sammlung notirte ich mir eine Schneeeule (Nyctea nivea Thunb.), ein Steppenhuhn (Syrrhaptes paradoxus Pall.), einen grauen Reiher (Ardea cinerea L.), sämmtlich in diesem Archipel erlegt. Ich sah auch eine eigenthümliche isabellfarbige Varietät der Sumpfschnepfe (Gallinago scolopacina Bp.). Seine Eiersammlung schien mir besonders interessant. Da ich mich jedoch mit dem Studium der Vogelexemplare und mit den zoologischen und mineralogischen Sehenswürdigkeiten verspätet hatte, konnte ich, zu meinem Bedauern, nur einen flüchtigen Blick auf die oologische Sammlung werfen.</p>
<p>Es wäre zu wünschen, dass ein Katalog dieser Eiercollection verfasst und veröffentlicht würde, denn derselbe könnte, unter Angabe der Fundorte und der Daten, präcise Aufschlüsse über die Fauna der Arten geben, welche im Sommer diesen mitten in den Meeren verlorenen Archipel bewohnt.</p>
<p>Nachdem ich mich von meinem liebenswürdigen alten Herrn und Collegen verabschiedet hatte, kehrte ich für Mittag an Bord zurück, wo die Schiffsmannschaft und meine Freunde bereits meiner harrten. Wir segelten ab. Bis gegen 5 Uhr Nachmittags steuerte unsere Yacht den Felseninseln entlang. Ich ersuchte den Schiffscapitän, mir „Myggenoess“ zu zeigen, jene Gruppe von Inselchen, auf welchen die Basstölpel (Sula bassana L.) in grosser Anzahl brüten. Ich hatte in dem schönen Werke von Nordenskjöld »Zweite Schwedische Expeditio nach Grönland« — französische Uebersetzung von Mr. Charles Rabot — eigenthümliche Details über diese Colonie gelesen. Dieselbe schien mir auch jetzt noch sehr bevölkert zu sein, denn die Basstölpel flogen in grosser Anzahl schwerfällig längs der Ufer über dem Wasser.</p>
<p>Bis 9 Uhr Abends blieb das Land hinter uns in Sicht. Nach Massnahme jedoch, als wir in die offene See kamen, lichteten sich die Schwärme der nordischen Larventaucher (Mormon fratercula Temm.), denen wir früher in Gruppen von 20 &#8211; 30 Individuen in der Nähe der Inseln begegneten. Der Ruf, welchen diese Vögel auf den Wellen schwimmend, ertönen lassen, eine Art gedämpfen Krächzens, cror, cror, cor, wird seltener. Um 10 Uhr Abends ist das Meer fast verödet. Man bemerkt nur noch in der Entfernung einige Sturmvögel (Puffinus). Eine leichte Brise weht von Nordost. Die Nacht ist schön. Die fedora segelt weiter gegen Reykjavik, den Hauptort des &#8222;Eislandes&#8220;, welchen wir in drei Tagen zu erreichen hoffen.</p>
<p>Genf, am 25. Juni 1894.</p>
<p>1) Herr Olsen besass nicht die „Ornithologia Dania“ desselben Verfassers. Doch die scandinavischen Vögel umlassen last alle Arten, welche die Feröer Inseln bewohnen. de S.</p>
<p>2) Mitglied des Landsthing.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anthomyidae aus den Färöern</title>
		<link>https://schafsinseln.areion.org/anthomyidae-aus-den-faeroeern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alsabang]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2025 04:59:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://schafsinseln.areion.org/?p=707</guid>

					<description><![CDATA[O. Ringdahl Entomologisk tidskrift 1925 (46), Seite 204-250 [FAB-2439] Die Sammlung, die dem Reichsmuseum zu Stockholm gehört, ist von Axel]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>O. Ringdahl</p>
<p><em>Entomologisk tidskrift 1925 (46), Seite 204-250 [<a href="https://schafsinseln.areion.org/fab/">FAB-2439</a>]</em></p>
<p>Die Sammlung, die dem Reichsmuseum zu Stockholm gehört, ist von Axel Friherrn v. Klinckowström bei Trangisvaag erbeutet worden.</p>
<ul>
<li>Phaonia incana WHED. -— Häufig. Die 30 Stücke sind im Juli gesammelt.</li>
<li>Hera longipes ZETT. — Die Art kommt ohne Zweifel sehr häufig vor, da sie in Menge gefangen ist: Juni, Juli.</li>
<li>Hebemenia umbratica MEIG. — 1 <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2642.png" alt="♂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 1 <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2640.png" alt="♀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> im Juni.</li>
<li>Myiospila meditabunda FABR. — Häufig. Juni—August.</li>
<li>Helina duplicata MEIG. — 1O Stücke gefangen.</li>
<li>Hydrotaea dentipes FABR. — Häufig. 32 Stücke im Juni— August gesammelt.</li>
<li>Fannia canicularis L. — Häufig. 20 Stücke. Juni—August.</li>
<li>Coelomyia spathulata ZETT. — Mehr als hundert Individuen sind im Juni—August gesammelt. Die Art ist wohl deshalb auf den Färöern gemein.</li>
<li>Limnophora insularis COLLIN. — Die Art ist im Jahre 1921 in »The Entomologist&#8217;s Monthly Magazine» beschrieben worden. Zum Habitus ist die Art der litorea FALL. ziemlich ähnlich, ist jedoch durch mehrere Kennzeichen von derselben zu unterscheiden. Sie hat somit bei dem <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2642.png" alt="♂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> einen beinahe rein schwarzen Torax mit stark hervortretenden weisslichen Schulterstriemen, die Rückenstriemen sind nur am Vorderteile ganz schwach sichtbar, sie hat 4 hintere Dorsocentralen, die Fühlerborste ist bedeutend kürzer pubescent, die Orbiten feiner, die Backen etwas breiter u. s. w. L. insularis scheint ihre Verbreitung an den Küsten des nördlichen Atlanten zu haben und sie kommt äusser im Schottland und auf den Färöern auch in Norwegen vor, wo der Verf. dieselbe lokal zahlreich auf feuchten Wiesen bei Narvik fand.</li>
<li>Prosalpia conifrons ZETT. — 3 <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2640.png" alt="♀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2640.png" alt="♀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> im Juni und Juli gefangen.</li>
<li>Chortophila discreta MEIG. — Mehrere Stücke im Juni und Juli.<br />
&#8220; fugax MEIG. —- 5 Stücke im Juni.<br />
&#8220; nuda Strobl. — 1 <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2642.png" alt="♂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />.<br />
&#8220; dissecta MEIG. — Scheint häufig vorzukommen. 21 Stücke im Juni—August.</li>
<li>Pegomyia tricolor WIED. — 1 <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2640.png" alt="♀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />. Juli</li>
<li>Coenosia mollicula FALL. — Häufig. 43 Stücke im Juni— August, die meisten im Juli.</li>
<li>Dexiopsis lacteipennis ZETT. — 2 <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2642.png" alt="♂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2 <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2640.png" alt="♀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> im Juli.</li>
<li>Coenosia pumila FALL. — Häufig. 23 Stücke im Juni, Juli.</li>
<li>Schoenomyza litorella FALL. — 5 Stücke im Juni, Juli.</li>
<li>Fucellia fucorum FALL. — 2 Stücke im Juli.</li>
</ul>
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