Willst du reich werden, so sollst du in der alten dreizehnten Nacht hinausgehen und auf dem Kreuzweg sitzen, wo vier Wege kreuzweis gehen und einer von ihnen soll zur Kirche führen. Du sollst ein graues Kalbsfell und eine scharfe Axt mitnehmen, das Fell unter dich auf den Weg breiten, so dass der Schwanz am Fell gegen den Kirchenweg gewendet ist, aber dein Gesicht soll von diesem abgewendet sein. Du sollst dich da hinsetzen und die Axt schleifen, und was auch zu dir gesprochen wird, du solist nichts anderes erwidern als: „Ich schleife, ich schleife“. Wie schlimm es auch zu beiden Seiten von dir zugeht, du sollst nicht aufsehen, sondern fest auf die Axt hinabschauen, denn sonst geht es dir schlecht und die Trolle fassen dich. Wenn es gegen Mitternacht geht, kommen die Trolle lärmend aus allen Windrichtungen, Gold und kostbare Kleinodien schleppend, welche sie um dich in grossen Haufen schichten, und sie zeigen dir all dies Gut, um zu versuchen, dich aufschauen zu machen.
Dann beginnen sie zu dir zu reden, Grimassen zu schneiden und alles mögliche anzustellen. Aber haben die Unholde weder vermocht, dich zu verlocken, die Augen auf das Gold zu wenden, das sie neben dich gelegt haben, noch dich so bange gemacht, dass du sie aus Angst vor ihnen anschaust, noch dich zu einer Antwort vermocht, so fassen sie den Schwanz am Kalbsfell, um es wegzuziehen; da gilt es nun Glück zu haben und mit der Axt den Schwanz ganz am Ende abzuschlagen, ohne dass eine Scharte in die Ast kommt. Gelingt dir das, so bist du ein Glückskind; denn dann verschwinden die Trolle ihres Weges und du gewinnst da alle Kleinodien und alles Gold, das neben dich gelegt worden ist; glückt es dir aber nicht, so bekommen die Trolle Gewalt über dich, und du kehrst nicht heil von dieser Fahrt zurück.